Vegane Zucchini-Schoko-Muffins

Zucchini-Schoko-Muffins: gesund, vegan, glutenfrei

Vielseitige Zucchini

Jedes Jahr im Juli und August ereilt uns das gleiche Phänomen: wir werden geradezu von der Zucchini-Welle im Garten überrollt. Diese zu den Cucurbitaceae (Kürbisgewächsen) gehörenden Gemüsefrüchte erweisen sich als so extrem ertragreich, dass wir das Ernten, Verzehren und Verarbeiten kaum bewältigen. Ich verspeise Zucchini sehr gern roh und puristisch zur Brotzeit, integriere sie in Salate oder stelle daraus die mittlerweile in der (roh)veganen Szene sehr populären „Zoodles“ (Zucchini-Nudeln) her. Auf diese Weise versorgen sie uns mit hochwertigen essentiellen Inhaltsstoffen wie den Vitaminen A, B2, B6 und C sowie den Mineralstoffen Phosphat, Calcium, Eisen und Magnesium.
Allerdings lassen Sie sich auch ausgezeichnet in Süßspeisen verwerten. Glaubt ihr nicht? Überzeugt euch selbst mit Hilfe dieser Zucchini-Schoko-Muffins:

Zutaten für 10 Stück

  • 200 g gut! ausgepresste Zucchiniraspeln
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Mandelmehl
  • 3 EL Kokosraspeln
  • 2 EL Carob
  • 1 TL Backpulver
  • 4 EL Kokosöl
  • 1 Banane
  • 5-6 EL Yaconsirup (je nach Geschmack) oder anderes Süßungsmittel
  • 1 TL Zimtpulver
  • Schale einer Bio-Orange
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 100 ml Cashewmilch
  • 5 EL Kakaonibs

Zubereitung

  • Backofen auf 180°C vorheizen, Zucchini fein raspeln, Wasser gut ausdrücken und Muffinblech mit Silikonförmchen! bestücken
  • Banane schälen und in hohes Gefäß geben
  • Bio-Orange waschen und Schale abreiben
  • Mandeln und Kokosraspeln im Blender zu Mehl verarbeiten
  • Backpulver und Carob in Schüssel sieben und mit beiden Mehlen, Orangenabrieb sowie Gewürzen vermischen
  • Öl, Cashewmilch sowie Sirup zur Banane hinzufügen und alles mit Zauberstab zu homogener Masse pürieren
  • flüssige Zutaten zur Mehlmischung gießen und alles homogenisieren
  • geraspelte Zucchini und Kakaonibs zufügen und kurz vermengen
  • Teig in Muffinförmchen füllen (ruhig relativ voll) und ca. 25-30 min. backen

Schoko-Muffins mal anders

Während der letzten Jahre habe ich in der Saison bereits Schoko-Muffins auf Gemüsebasis in sämtlichen Variationen zubereitet – sowohl konventionell als auch „clegan“. Für diese Version habe ich die alten Rezepturen noch einmal intensiver studiert, um sie nicht nur zu veganisieren, sondern auch das Gluten, welches mittlerweile bei vielen Menschen Unverträglichkeiten auslöst, zu eliminieren, so dass das obenstehende Rezept als Kombination aus den früheren Schöpfungen hervorgeht.

Kulinarisches Fazit

Ich muss gestehen: ich bin absolut geflasht! Ich habe in meinem Leben bereits hunderte von Schoko-Muffins gebacken (die meisten allerdings vor meiner „cleganen“ Zeit nach meinem klassischen Grundrezept), doch selten war ich so euphorisch nach einer Verkostung wie bei dieser Kreation. Die Zucchiniraspeln bedingen die extrem saftige Konsistenz des Teiges – ähnlich der eines Brownies. Die Kokosraspeln sowie das Carob zusammen mit dem karamellig-malzigen Sirup bilden eine stimmige Balance zwischen Säure und Süße, so dass die Aromen ausgezeichnet miteinander harmonieren. Die Kakaonibs sorgen durch den (für mich sehr relevanten) Crunch-Effekt für zusätzliche Textur während des Kauprozesses und unterstützen den herb-schokoladigen Geschmack, der wiederum ausgezeichnet mit dem lieblichen fruchtig-süßen Bananenflavor korrespondiert.

Überwältigendes Feedback

Ihr merkt schon, ich schwebe nach der Verkostung im 7. Muffin-Himmel. Doch ich hole mir stets noch ein 2. Urteil ein. Also präsentierte ich die Kreationen – wie immer – meiner Mutti, der perfekten Testperson. Stets äußert sie kritisch und aufrichtig ihre ehrliche Meinung. Zubereitete Speisen und Snacks, die sie nicht zu 100% absegnet, werden gar nicht erst publiziert. Außerdem gehört sie nicht gerade zu den größten Muffin-Fans, da die kleinen Küchlein für ihren Gaumen oftmals zu trocken daherkommen. Doch diese Exemplare müssten sie doch eigentlich überzeugen, oder?

Muttis Reaktion fiel eindeutig aus: „Hmmmm, diese Schoko-Muffins schmecken ja traumhaft! Wahnsinnig lecker! Absolut fantastisch! Ganz ehrlich Fanny, für mich die besten, die du jemals gebacken hast!“

Wow, ihr Feedback überwältigte mich! Meinen verwöhnten Gaumen konnten sie ja auch absolut begeistern, aber mit diesem immensen Enthusiasmus ihrerseits hätte ich nicht gerechnet. Da traue ich mich ja kaum zukünftig überhaupt noch Muffins zu backen – die können ja fast nur den Kürzeren ziehen.

Herstellunghinweise

Ein paar wichtige Anmerkungen zum Schluss: verwendet unbedingt Silikonförmchen! Der Teig besitzt durch den hohen Zucchinianteil eine klebrige Konsistenz, so dass er vermutlich an den Papierförmchen haften bleiben wird. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren. Die Muffins sind fertig, wenn sie an der Oberfläche eine leichte Kruste gebildet haben. Bei der Stäbchenprobe kann ruhig noch ein wenig Teig kleben bleiben (ähnlich den Brownies). Ihr könnt sie dennoch entnehmen und auskühlen lassen. Anstelle des Yaconsirups könnt ihr jegliche andere Zuckeralternativen eurer Wahl wie z.B. Dattelsirup, Apfeldicksaft oder Kokosblütensirup verwenden.

Fazit

Dieses vielleicht etwas ungewöhnlich anmutende Rezept eignet sich für folgende Personengruppen:

  1. Zucchini-Liebhaber, die gern einmal etwas Außergewöhnliches testen wollen
  2. Menschen, die Zucchini verabscheuen, aber mir einfach vertrauen, dass sie die Zubereitung nicht bereuen werden
  3. Alle, die den Zucchini neutral gegenüberstehen, die jedoch Wert auf die Zufuhr vollwertiger Lebensmittel legen bzw. sich vegan und/ oder glutenfrei und/ oder clean ernähren oder sich durch eine hohe Experimentierfreudigkeit auszeichnen

Außerdem lassen sich auf diese Weise Personen mit einer rudimentär ausgeprägten Veggie-Affinität – dafür aber mit einer extensiven Passion für Süßspeisen – ganz heimlich, still und leise eventuell doch noch von den Vorzügen des Gemüses überzeugen. In diesem Sinn: viel Freude beim eventuellen Nachbacken!

Falls ihr die Zucchini-Schoko-Muffins einmal ausprobiert, dann postet mir gern euer Feedback in den Kommentaren oder via Facebook oder schickt mir eure Fotos Instagram.

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