Vitamin E in Leinsamen

Vitamin E – der Entzündungshemmer

Vitamin E zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Die unterschiedlichen Existenzformen werden unter dem Begriff Tocopherole zusammengefasst. Der prominentester Vertreter ist das α-Tocopherol, da es die höchste Aktivität aufweist. Die geschätzte Reservekapazität unseres Körpers für dieses Vitamin liegt bei ca. 6-12 Monaten.

Funktionen

Vitamin E spielt eine zentrale Rolle bei folgenden Prozessen:

  • Abwehr von Bakterien
  • Radikalfänger und Antioxidans
  • Schutz der mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor Oxidation
  • Signaltransduktion

Wie äußert sich ein Mangel?

  • verstärkte Radikalbildung
  • Störungen der Nervenfunktion
  • Muskelabbau
  • Verdauungsstörungen
  • Müdigkeit und Konzentrationsschwäche

Symptome einer Überdosierung

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Bedarfsdeckung

Die empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene liegt bei ca. 12-14 mg Tocopheroläquivalent. Beim Erhitzen werden übrigens ca. 55% des Vitamins zerstört.
Nachfolgend findet ihr einige Quellen, die zur Deckung des Bedarfs beitragen. Die Mengen beziehen sich jeweils auf 100 g des entsprechenden Nahrungsmittels. Dabei berücksichtige ich sowohl Herkunftsquellen, die sich für Anhänger der omnivoren als auch der pflanzenbasierten Ernährungsform eignen.

tierisch
  • Lebertran (ca. 4 mg)
  • Steinbeißer (ca. 2 mg)
pflanzlich
  • Pflanzenöle z.B. Sonnenblumenöl, Walnusskernöl (ca. 50 mg bzw. 40 mg)
  • Nüsse z.B. Haselnuss, Walnuss (ca. 30 mg bzw. 15 mg)
  • Leinsamen (ca. 55 mg)
  • Schwarzwurzel (ca. 6 mg)

Da Vitamin E zu den fettlöslichen Vitaminen gehört, könnt ihr dessen Resorption und Bioverfügbarkeit steigern, indem ihr gleichzeitig ein wenig Fett integriert.

Falls euch noch Fragen zum Thema einfallen, dann stellt sie mir gern in den Kommentaren oder auf meiner Facebook-Seite.


Quellen:

Die dargelegten Informationen entstammen meinen Mitschriften aus den folgenden Vorlesungen meines Pharmaziestudiums an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena von 2003 – 2007, meinen persönlichen Erfahrungen sowie der nachfolgenden Literatur:

  • Vorlesung: „Pharmazeutische Biologie“ aus dem 1.-3. Semester – Dozent: Dr. Bernd Liebermann
  • Vorlesung: „Physiologie“ aus dem 3. Semester – Dozent: Prof. Dr. Hans-Georg Schaible
  • Vorlesung: „Ökotrophologie“ aus dem 4. Semester – Dozent: PD Dr. Volker Böhm
  • Vorlesung: „Biochemie“ aus dem 5. Semester – Dozent: Prof. Dr. Thomas Winckler
  • Schmidt, R.: Physiologie kompakt, 4. Auflage, Springer Verlag 2001
  • Biesalski, H.; Grimm, P.; Nowitzki-Grimm, S.: Taschenatlas Ernährung 6. Auflage, Georg Thieme Verlag 2015
  • Fink, E.: Ernährung und Diätetik für die Kitteltasche, 1. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2002
  • Hofmann, I.; Carlsson, S.: Die große Ernährungstabelle, 2. Auflage, Bassermann Verlag, 2006
  • Souci, S.; Fachmann, W.; Kraut, H.: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwerttabellen, 8. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2016
  • www.dge.de

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