„RAWlami“ – vegane Salami in Rohkostqualität

Salami? Vegan? „Bitte nicht schon wieder so ein fertiges Fleischersatzprodukt mit unüberschaubaren Zutatenlisten und unaussprechlichen Zusatzstoffen“ – werdet ihr vielleicht denken. Aber keine Sorge! Diese vegane Salami wird komplett selbst hergestellt, besteht aus vollwertigen, natürlichen Zutaten und erfüllt zudem noch die Anforderungen der Rohkostqualität.
Dabei entstand das Rezept mal wieder rein zufällig – ohne, dass es explizit meine Intention war, eine Alternative zur klassischen Rohwurstsorte zu kreieren. Denn eigentlich wollte ich nur die riesige Menge an Tomaten verarbeiten, mit denen ich mich – dank unseres Gartens – konfrontiert sah.

Zutaten für ca. 40 Scheiben:

  • 10 Tomaten (ca. 1 kg)
  • 1 Zwiebel
  • 4 kleine Knoblauchzehen
  • 3 mittelgroße Champignons
  • 4 gedörrte Tomaten
  • 1 EL Flohsamen
  • ½ EL Misopaste
  • 1 EL Sojasauce
  • 1-2 TL Rauchsalz
  • Gewürze nach Geschmack: geräuchertes Paprikapulver, Kumin (alternativ: Kümmel), Muskat, Pfeffer

Zubereitung:

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Knoblauch und Zwiebel waschen, schälen und klein schneiden
  • Champignons putzen und vierteln
  • Tomaten waschen, grüne Blüte entfernen und vierteln
  • alle Zutaten außer Flohsamen im Hochleistungsmixer zu homogener Masse pürieren
  • Flohsamen hinzufügen und noch einmal kurz mixen
  • Masse auf Dörrfolie geben, gleichmäßig verteilen und zunächst 2 Stunden bei 55°C, dann weitere 10-12 Stunden bei 40°C trocknen lassen (nach ca. 8-9 Stunden von Folie lösen, wenden und direkt auf Gitterrost zu Ende trocknen)

Diese vegane Salami ähnelt ihrem konventionellen Pendant vor allem in Aussehen, Konsistenz und Mundgefühl. Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass ein Mischköstler sie nie mit einer echten Salami verwechseln wird, da die Tomate geschmacklich deutlich wahrnehmbar ist. Es war allerdings auch nicht die Intension des Rezeptes einen 1:1 Fleischersatz zu kreieren. Aber interessanterweise erinnerte es meine Mutti aufgrund der Umaminoten und des Raucharomas sofort an geräucherte ungarische Paprikasalami, so dass sie mich eigentlich erst auf diese Spur geführt hat (ich selbst kenne den Geschmack den Wurstsorte nicht).
Und auch andere Tester im Verwandten- und Bekanntenkreis bestätigen ihren Eindruck. Ausnahmslos waren allesamt komplett begeistert und erstaunt über die Vielfältigkeit einer veganer Ernährung.
Die Zubereitung könnte ich mir auch sehr gut mit roten Paprikas vorstellen. Das werde ich definitiv testen, sobald mir welche im Garten zur Verfügung stehen.
In jedem Fall eine absolut lohnenswerte Alternative, die zusammen mit Rohkostcrackern als Beilage und veganer Algenbutter als Brotaufstrich ein absolutes Dreamteam bildet. 

In dem Sinn würde mich freuen, wenn ihr das Rezept einmal ausprobiert und mir von euren Erfahrungen in den Kommentaren bzw. auf Facebook oder Instagram berichtet.

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