Quicktipp: DIY Superfood-Pulver

Zugegeben – exotische (Frucht)-Pulver aus sagenumwobenen Superfoods sind schon eine spannende Verlockung. Ob in Müslis, Smoothies oder Rohkosttorten – sie verleihen den Zubereitungen völlig neue Geschmacksnuancen und wir erhalten gleichzeitig ein gutes Gewissen, da wir unserem Körper etwas Gesundes gegönnt haben. Auch ich muss an dieser Stelle gestehen, dass in der Vergangenheit bereits das eine oder andere Produkt den Weg in meinen Vorratsschrank fand.
Doch mittlerweile stelle ich mir meinen Vorrat selbst her – aus garteneigenen Beerenfrüchten und Wildkräutern, die an den Wegesrändern und auf unseren Ilmwiesen gedeihen. Regionaler und nachhaltiger geht es kaum, oder ??

Nach folgender allgemeiner Anleitung könnt auch ihr euer eigenes Superfood-Pulver kreieren. Alles, was ihr hierfür benötigt, sind: Früchte/ Gemüse/ Kräuter eurer Wahl, ein Standmixer, ein Dörrgerät (ein Backofen sollte auch funktionieren) und ein Blender. Für dieses Beispiel habe ich unsere grünen Stachelbeeren verwendet.

Zubereitung:

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • frische Beeren waschen, trocknen, klein schneiden; TK-Früchte antauen und alles im Standmixer zu Mus pürieren
  • Masse auf Dörrgitter mit Folie gießen und gleichmäßig verteilen
  • im Dörrgerät ca. 14-16 Stunden bei 40°C trocknen lassen (nach Hälfte der Zeit Folie entfernen, wenden und direkt auf Gitterrost zu Ende trocknen), so dass feste und papierähnliche Masse entsteht
  • alles in Stücke brechen und diese im Blender zu Pulver verarbeiten

That’s it! Jetzt braucht ihr alles nur noch in ein Vorratsglas abzufüllen und luftdicht verpackt im Kühlschrank zu lagern. Die Vorteile der Eigenproduktion liegen klar auf der Hand. Viele handelsübliche Waren werden häufig aus nicht EU-Ländern importiert (z.B. China) und obwohl sie das Bio-Siegel tragen, wurden bei Untersuchungen durch die Stiftung Warentest häufig Pestizide nachgewiesen (v.a. bei Goji- und Aroniabeeren). Zudem sind die Superfood-Pulver extrem preisintensiv. Im Biomarkt kostet eine Packung Hagebuttenpulver mit 150 g satte 6,90 €. Ähnlich verhält es sich beim Löwenzahn. Hier erhaltet ihr für den gleichen Preis lediglich 100 g. Gerade Löwenzahn oder Brennnessel sind ubiquitär verbreitete regionale Vitalstoffbomben – genau wie unsere heimischen Beerenfrüchte. Im Sommer müsste es theoretisch auch funktionieren, wenn ihr die Wildkräuter an der Luft trocknen lasst. Auf diese Weise spart ihr Energie und die ganze Herstellung gestaltet sich noch nachhaltiger.

Wir kultivieren Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren und Himbeeren. Unweit unseres Gartens befinden sich einige wildwachsende Sträucher mit Brombeeren, Hagebutten und Heidelbeeren, die sich allesamt auf diese Weise ausgezeichnet verarbeiten lassen. In Sachen Nährstoffen stehen sie den Exoten in nichts nach – im Gegenteil. So decken beispielsweise 200 g Erdbeeren, 50 g schwarze Johannisbeeren oder 10 g Hagebutten bereits den Tagesbedarf an Vitamin C, was nicht nur unser Immunsystem auf Vordermann bringt, sondern auch als Antioxidans und Radikalfänger zum Schutz der Körperzellen beiträgt.

Legt einfach los und kreiert eure persönlichen Superfood-Pulver. Eurer Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt. Schreibt mir gern in die Kommentare welche Mischungen ihr designt und was eure Favoriten sind. Ich freue mich auf eure Inspirationen.

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