Permakultur Garten anlegen

Stachelbeeren

Stachelbeeren (lat. Ribes uva-crispa) gehören zur Familie der Grossulariaceae (Stachelbeergewächse).

Kultivierung im Garten

Zwei Bäumchen als Halbstämme – ein grünes und ein rotes – gehören zum Ur-Repertoire des Gartens und erfreuen unsere Gemüter mit ertragreichen Ernten von Juni bis Juli. Sie befinden sich auf den separaten Beerenbeeten im Halbschatten, den sie am besten vertragen. Hier herrschen ideale Bedingungen für ihre optimale Entfaltung. Stachelbeeren benötigen nährstoffreiche, lockere Humusböden, die nicht zu trocken sein dürfen, denn darauf reagieren sie extrem empfindlich. Wir verwenden hierfür Rindenmulch. Der schützt auch gleichzeitig das Wurzelwerk vor zu starkem Frost. Um zu gewährleisten, dass ihr optimale Erträge erzielt, solltet ihr sie regelmäßig verschneiden.

Wertvolle Inhaltsstoffe und Funktionen

Vitamine
  • Vitamin C (ca. 35 mg): Stimulierung des Immunsystems; Antioxidans und Radikalfänger; Hormonsynthese; Aufbau von Knochen, Bindegeweben, Zähnen
  • Niacin (ca. 0,4 mg): Energiegewinnung (wasserstoffübertragendes Coenzym im gesamten Stoffwechsel); Regeneration von Haut und Muskeln; DNA-Replikation; Zelldifferenzierung
Mineralstoffe
  • Calcium (ca. 30 mg): Bausubstanz für Knochen und Zähne; Blutgerinnung; Aufrechterhaltung des elektrochemischen Gleichgewichtes; Regulation des Herzrhythmus; Muskelkontraktion; Impuls- und Reizübertragung an Nerven (intrazellulärer Messenger); diverse Enzymaktivitäten
  • Eisen (ca. 0,5 mg): Hämoglobin- und Myoglobin-Bestandteil; Sauerstoffspeicherung- und transport; Energiegewinnung; Immunabwehr; Baustein von Enzymen
  • Kalium (ca. 200 mg): Regulation des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts; Reizübertragung; Aufrechterhaltung des elektrochemischen Gleichgewichtes; Muskelkontraktion; Enzymaktivator; Herzfunktion
  • Magnesium (ca. 15 mg): Enzymaktivator bzw. -inhibitor; Aufrechterhaltung des elektrochemischen Gleichgewichtes; Reizübertragung; Synthese von Fettsäuren und Proteinen; Kontrolle der Muskelkontraktion (extrazellulär als Calcium-Antagonist)
Weitere
  • Ballaststoffe: Verdauungsförderung 

Die Mengenangaben stellen lediglich Durchschnittswerte dar und beziehen sich jeweils auf 100 g des entsprechenden Lebensmittels.
Für weiterführende Informationen zu den relevanten Makro- und Mikronährstoffen, klickt auf diese Übersicht. Dort habe ich euch die Portraits der einzelnen Vertreter verlinkt.

Lagerung

Im Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks halten sich sehr weiche, reife Stachelbeeren max. 2-3 Tage frisch, während unreife Früchte problemlos bis zu 2 Wochen gelagert werden können. Dabei solltet ihr sie möglichst nebeneinander liegend (nicht übereinander) anordnen, um der Bildung von Druckstellen vorzubeugen.

Verarbeitung

Stachelbeeren lassen sich ausgezeichnet einfrosten. Dazu werden sie gewaschen, vom Stiel befreit, abgetrocknet und nebeneinander ohne Berührung auf einem Backblech für 3 Stunden vorgefroren („rollendes Einfrieren“). Nach dieser Zeit überführt ihr sie in TK-Beutel und frostet sie luftdicht verschlossen ein. Sie halten sich ca. 8 Monate und erhalten beim Auftauen ihre Form. Diese Variante eignet sich vor allem, wenn ihr die Beeren über die Wintermonate als Kompott oder in Müslis verarbeiten wollt.
Falls ihr die Früchte in der kalten Jahreszeit zur Herstellung von Konfitüre, für Fruchtleder oder auch Smoothies verwendet, könnt ihr diesen Schritt überspringen und sie direkt einfrieren.

Rezeptinspirationen

Falls ihr Fragen, Anregungen oder Tipps habt, dann postet mir gern euer Feedback in den Kommentaren oder via Facebook.


Quellen:

Die dargelegten Informationen entstammen hauptsächlich dem Erfahrungsschatz meines Opas, meiner Mutti und mir sowie  meinen Mitschriften aus den folgenden Vorlesungen meines Pharmaziestudiums an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena von 2003 – 2007 und der nachfolgenden Literatur:

  • Vorlesung: „Pharmazeutische Biologie“ aus dem 1.-3. Semester – Dozent: Dr. Bernd Liebermann
  • Vorlesung: „Ökotrophologie“ aus dem 4. Semester – Dozent: PD Dr. Volker Böhm
  • Vorlesung: „Biochemie“ aus dem 5. Semester – Dozent: Prof. Dr. Thomas Winckler
  • Hofmann, I.; Carlsson, S.: Die große Ernährungstabelle, 2. Auflage, Bassermann Verlag, 2006
  • Souci, S.; Fachmann, W.; Kraut, H.: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwerttabellen, 8. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2016
  • Software NutriGuide® by Nutri Science GmbH, 2017: Jacobistraße 39, 79104 Freiburg

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