Selleriesalz

Quicktipp: Selleriesalz

Aus aktuellem Anlass habe ich heute einen super genialen Quicktipp für euch. Wir ihr dem Titel bereits entnehmen konntet, handelt es sich um Selleriesalz. Wir haben unseren Knollensellerie gerade quantitativ abgeerntet. Das Blattgrün solltet ihr auf keinen Fall entsorgen, denn es lässt sich z.B. ausgezeichnet in Salate, Suppen und Smoothies integrieren. Oder aber ihr verwendet es als Salzalternative.

Superfood Sellerie

Das aus der Familie der Apiaceae (Doldengewächse) stammende Wurzelgemüse lässt sich nicht nur extrem einfach im Garten kultivieren, sondern entpuppt sich zudem als absolute Vitalstoffbombe. So enthält es die Vitamine A (für den Sehvorgang und zur Stärkung des Immunsystems); B2 (wichtig für die Energiegewinnung aus der Nahrung); B6 (für die Blutbildung) sowie die Mineralien Calcium (Bausubstanz der Knochen und Zähne); Kalium (Regulation des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts); Magnesium (unterstützt Herz, Muskeln und Nerven) und Natrium (wichtig für die Reizübertragung und Blutdruckregulation). Daneben besteht es aus natürlichem Glutamat als Geschmacksverstärker (nicht zu verwechseln mit dem weißen Industriepulver).
Aus diesem Grund eignet sich Sellerie perfekt, um den Salzverbrauch zu reduzieren.

Wir Deutschen konsumieren zu viel Salz

Warum? Weil es Suchtverhalten auslöst – ähnlich wie Zucker. Wenn wir bereits in der Kindheit übermäßige Mengen an Natriumchlorid zu uns nehmen, kann uns das später zum Verhängnis werden. Mögliche Folgen: Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall. Zwar benötigt unser Körper eine gewisse Menge an Salz, aber da es in fast allen verarbeiteten Produkten steckt, überschreiten wir relativ schnell den von der DGE empfohlenen Maximalwert von 6 g pro Tag um fast das Doppelte.
Dementsprechend kann es also nicht schaden die eine oder andere Alternative in petto zu haben, zumal die Selleriesalz-Herstellung denkbar einfach vonstatten geht.

Zubereitung

  • Blattgrün waschen und abtrocknen
  • Dörrgitter mit Folie auslegen
  • Blätter und Stängel klein schneiden und gleichmäßig auf Dörrebenen verteilen
  • alles für ca. 18 Stunden dehydrieren (die ersten beiden Stunden bei 50°C, die restliche Zeit bei 40°C Rohkosttemperatur)
  • Sellerie im Blitzhacker oder Personal Blender zu feinem Pulver verarbeiten

That’s it! Damit ist der grandiose Salzersatz bereits fertiggestellt. Das Selleriesalz schmeckt nicht ganz so intensiv wie Natriumchlorid, so dass es den Eigengeschmack der Speisen nicht überdeckt, sondern vielmehr unterstreicht.

Herstellung auch ohne Dörrgerät möglich

Falls ihr nicht zu den glücklichen Besitzern eines Dehydrators gehört, dann keine Sorge: das Selleriesalz lässt sich auch im Backofen bei niedrigster Stufe und leicht geöffneter Ofentür trocknen – oder bei schönem Wetter ggf. in der Sonne. Auf diese Art und Weise hat es ganz früher meine Mutti immer zubereitet – von ihr habe ich nämlich die Idee. Allerdings standen ihr nicht solche tollen Gadgets wie ein Dörrautomat oder ein Blitzhacker zur Verfügung. Aus diesem Grund behalf sie sich mit Sonne bzw. Backofen und Wiegemesser.

In dem Sinn: probiert diese Inspiration unbedingt mal aus und berichtet mir gern von euren Erfahrungen in den Kommentaren oder via Facebook.

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