Rohkost-Workshop Kulinaroh Speyer

Reise in die Rohkostwelt – Workshop in Speyer*

Längst mehr als überfällig und vergangenes Wochenende endlich umgesetzt: mein allererster Rohkost-Workshop im Kulinaroh bei Nelly Reinle-Carayon in Speyer! Geprägt durch Opas Permakulturgarten, inspiriert durch die Rohkostpotlucks, animiert durch die diesjährige Rohvolution in Berlin – so kurz und prägnant lassen sich meine Erfahrungen auf diesem Gebiet zusammenfassen.

Meine Rohkosthistorie

Rohkost in der Kindheit

Dabei beschäftigt mich die Ernährungsform bereits – allerdings eher latent – seit meiner frühesten Kindheit. Dank meines Opas und seiner Passion für das Gärtnern. Während der Saison präsentierte er meiner Familie und mir täglich frisches Obst und Gemüse, welches er liebevoll pflanzte, pflegte und uns erntefrisch servierte. Mit einer immensen Leidenschaft verzehrte ich diese wundervollen regionalen Schätze in riesigen Mengen. Im meinem sozialen Umfeld gehörte ich zu den absoluten Exoten unter den Kindern. Denn deren Veggie-Affinität war zu Gunsten von Fast Food, Schokoriegeln, Gummitierchen und Co. leider sehr rudimentär ausgeprägt. Während des Genusses von Spinat, Brokkoli, Blumenkohl und Co. öffnete sich mein Herz, beim Vernaschen unserer Beerenfrüchte, Kirschen, Äpfel oder Birnen vermochte ich meine Begeisterung kaum zu zügeln.

Back to the roots seit 2016

Intensiviert wurde diese Vorliebe nicht zuletzt durch diverse Rohkostpotlucks, an welchen ich seit Dezember 2016 regelmäßig partizipiere. Während der Rohvolution im März 2017 in Berlin zog mich die Rohkost entgültig in ihren Bann. Dort besuchte ich bereits einige Vorträge und Workshops, um mein Wissen auf diesem faszinierenden Gebiet zu erweitern. Im Rahmen des Events lernte ich viele interessante und inspirierende Persönlichkeiten kennen, zu denen ich mittlerweile eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut habe. Hierzu zählt u.a. auch Nelly Reinle-Carayon. Als Betreiberin des Bistros „Kulinaroh“ in Speyer unterhält sie nicht nur nebenbei ihren eigenen Blog, sondern teilt ihr umfangreiches Wissen und wertvollen Erfahrungen in Workshops und Seminaren mit allen Rohkost-Interessierten. Ein ganzes Wochenende lang erlernten die anderen Teilnehmer und ich in Speyer die Grundlagen der rohköstlichen Nahrungszubereitung und legten selbst tatkräftig Hand bei der Herstellung diverser Gaumenschmeichler an.

Rohkost-Workshop Tag 1

Zu Beginn am Samstag kreierten wir mit Nelly unter dem Motto „ABC der Rohkost – Cool im Sommer“ das folgende Gänge-Menü:

Pink-Panther-Smoothie als Starter

Pink-Panther-SmoothieAls erfrischenden Aperitif zum Einstieg wurde ein „Pink-Panther-Smoothie“ – bestehend aus Wassermelonen, Erdbeeren und Minze – gemixt. Und ich gehöre weiß Gott nicht zu den glühenden Anhängern der Saft,- Suppen- oder Smoothiefraktion, doch dieses angenehm kühlende Sommergetränk hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Die Kombi aus Wassermelone und Erdbeeren harmoniert ausgezeichnet, während die Minze für eine spritzig-frische Note sorgt. Fazit: sehr delikat.

Rohköstliche Gazpachos

Danach widmeten wir uns der Herstellung zweier Rohkostsuppen. Die pikante „Tomaten-Gazpacho“ bestand noch zusätzlich aus Gurken, Paprikas, Zwiebeln, Apfeldicksaft, Zitronensaft und diversen Gewürzen. Für die süße „Rote-Beeren-Gazpacho“ fanden u.a. Tomaten, Erdbeeren, Nektarinen, Himbeeren und Basilikum ihren Weg in den Hochleistungsmixer. Ich muss gestehen: auch hier ließ ich mich sehr gern eines Besseren belehren – nämlich insofern, dass auch Suppen ausgezeichnet schmecken können – gewusst wie.

Grandiose Brokkolipfanne

Rohköstliche BrokkolipfanneAls Hauptgang kreierten wir eine „Zitronige Brokkolipfanne“ mit Sprossen, Mandeln und Möhren. Getoppt wurde das Ganze mit einer fantastisch-cremigen Cashewsahne – verfeinert mit Zitronensaft, Knoblauch und diversen Gewürzen – mein absoluter Favorit des Tages. Eine perfekte Aromensinfonie für den Gaumen, die ich schnellstmöglich Zuhause zubereiten möchte, um sie meiner Mutti und Oma zu präsentieren. Ich bin überzeugt, dass sie genauso begeistert sind wie ich.

Turbo-Veggie-Tartar

Gurken-Minz-TartarGanz nebenbei entstand noch ein schnelles „Gurken-Minz-Tartar“, welches mich geschmacklich ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen konnte. Durch die Kombination aus Gurke mit einem Spritzer Limettensaft und der wunderbar erfrischenden Minze entsteht ein großartiges Zusammenspiel der Aromen, die ausgezeichnet miteinander harmonieren. Auch dieses Gericht werde ich auf jeden Fall Zuhause herstellen – zumal wir geradezu im Garten mit Gurken überhäuft werden und auch meine Pfefferminze fleißig vor sich hin wuchert.

Fazit

Ein rohköstliches Sommermenü, welches nicht nur mich, sondern auch all die anderen Teilnehmer restlos überzeugen konnte. Diese Farben, diese Vielfalt, diese Geschmacksexplosionen – eine absolute Wohltat für Körper, Geist und Gaumen gleichermaßen! Nelly meinte noch zu Beginn des Workshops, dass wir die Reste gern einpacken und mitnehmen können, doch alles wurde quantitativ genüsslich vernascht. Ich denke, das spricht für sich.

Rohkost-Workshop Tag 2

Vier komplette Rohkosttorten

Am Sonntag präsentierte uns Referentin Christin Brockmann ihr rohveganes Tortenparadies. In diesem Rohkost-Workshop entstanden innerhalb weniger Stunden vier komplette Rawcakes. Süßmäulchen, Fans von Superfoods oder ätherischen Ölen werden hier genauso auf ihre Kosten kommen wie die Cashew-Liebhaber unter euch. Denn diese wurden in allen vier Varianten ausgiebig verarbeitet. Daneben lieferte Christin viel informatives Hintergrundwissen über die verwendeten Ingredienzien.

Rohkosttorte für Schoko-Junkies

Beim ersten Rawcake, den sie uns demonstrierte, handelte es sich um eine „Schoko-Orangen-Torte“. Hier wurden ätherische Duftöle, Kakao, Sonnenblumenlecithin als Emulgator und Baobab zum Einsatz gebracht wurden. Dabei handelt es sich um die Frucht des afrikanischen Affenbrotbaums, welche sowohl eine bindende Funktion besitzt als auch dem Kuchen eine interessante exotische Note verleiht.

Rohkosttorte in zwei Schichten

Direkt auf dem Fuß folgte eine zweischichtige „Blaubeer-Lavendel-Torte“ – bestehend aus einer Zitronen- sowie Lavendelcreme, die ebenfalls mit den entsprechenden ätherischen Ölen aromatisiert wurde.

Süßsaure-Sommertorte

Das dritte Exemplar im Bunde – eine „Erdbeer-Limetten-Torte“ – wurde zusätzlich noch mit den Superfoods Spirulina (Pulver einer Mikroalge) und Kurkuma versetzt, welche sich für den optischen Wow-Effekt verantwortlich zeigen.

Superfood-Rohkosttorte

Last but not least folgte der verhältnismäßig aufwendigste Rawcake im Rohkost-Workshop in Form eines „Walnuss-Reishi-Schokotraums“. Neben Baobab und Lucuma (einer zu Pulver verarbeiteten südamerikanischen Steinfrucht mit cremig-vanilligem Flavor) wurde hier ein Reishi-Latte-Pulver – ebenfalls von PureRaw entwickelt – in die Tortenmasse integriert, welches aus einem der bedeutendsten Heilpilze der traditionellen chinesischen Medizin gewonnen wird. Ein straffes Pensum hatte Christin an jenem Nachmittag zu bewältigen. Doch sie meisterte ihr Programm mit Bravour. Hier noch einmal die eindrucksvollen Eyecatcher im Überblick:

Christin demonstrierte uns eindrucksvoll, dass man optisch ästhetische Torten mit einfachen Handgriffen in kürzester Zeit selbst zubereiten kann. Einziger Nachteil der Rawcakes: man benötigt viiiiel Geduld, da sie allesamt durchgekühlt werden müssen, um eine adäquate Konsistenz zu gewährleisten. Die Exemplare des heutigen Tages hätten wir somit nicht verzehren können. Doch glücklicherweise hatte unsere fleißige Referentin „da mal was vorbereitet“, so dass wir ausreichend versorgt waren und keiner von uns den Workshop mit leerem Magen verlassen musste. Alles andere wäre auch Folter gewesen…

Mein Resümee

Der Rohkost-Workshop eignet sich nicht nur hervorragend für diejenigen unter euch, die sich den Einstieg in die besondere Ernährungsform erleichtern möchten. Auch alle anderen, denen ein gesunder Lifestyle zum Wohl des Körpers und Geistes am Herzen liegt, die jedoch  nicht auf delikat-„sündige“ Gourmetkost verzichten wollen, sind herzlich eingeladen.

Für nähere Infos verlinke ich euch hier noch eine Übersicht über die aktuellen Kursangebote des Kulinaroh. Für weitere Inspirationen könnt ihr gern auch auf meiner Facebook– und Instagram-Seite vorbeischauen.


*Anmerkung: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung aufgrund von Markennennung!

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