perfekte Zuckeralternative

Der gesündeste „Zucker“ der Welt – Rohkostqualität

Wie bitte? Zucker und gesund? Ein absolutes Paradoxon – wirst du vermutlich sofort denken. Und da gebe ich dir völlig recht.

Leben ohne Zucker?!

Ich ernähre mich seit über 5 Jahren komplett zuckerfrei. Kurz zu meiner Begriffsinterpretation (jeder definiert es ja anders): ich verwende keinerlei künstlichen Kristallzucker (Saccharose). Ebenso wenig integriere ich Traubenzucker (Glucose), Milchzucker, Rohrohrzucker, Vollrohrzucker, Stevia, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft, Ahornsirup und Zuckeralkohole wie Xylit oder Erythrit.

Darum solltest zu keinen Zucker konsumieren:

Die Folgen eines permanent erhöhten Zuckerkonsums für unseren Körper sind gravierend. Es besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen der aufgenommenen Zuckermenge und Erkrankungen wie Adipositas (Fettleibigkeit), koronarer Herzkrankheit bis hin zum Herzinfarkt, Schlaganfall, Karies, Bluthochdruck, Krebs, Arthrose, Alzheimer, Osteoporose.
Zucker wird im Körper mit Hilfe des Bauchspeicheldrüsen-Hormons Insulin verstoffwechselt, welches wir in großen Mengen produzieren, um ihn aus dem Blut zu eliminieren und dann zwecks Energiegewinnung in diverse Organe und Körperzellen zu befördern. Wer regelmäßig Süßes in konsumiert, läuft Gefahr seinen Insulinspiegel chronisch zu erhöhen (Hyperinsulinämie), was auf lange Sicht zu einem Insulinmangel führt, da die Bauchspeicheldrüse irgendwann ermüdet. So entsteht ein Prädiabetes. Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Völlegefühl, Durchfall, erhöhter Harndrang, gesteigertes Durstgefühl, Hautkrankheiten sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen können auf einen erhöhten Blutglucosespiegel hindeuten. Des Weiteren löst Zucker ein suchtähnliches Verhalten aus. Sobald unsere Zungenspitze mit Nahrungsmitteln in Berührung kommt, werden Signale ans Gehirn gesendet. Der Geschmack eines Lebensmittels wird in der Großhirnrinde verarbeitet. Dadurch wird – ähnlich wie bei Drogenabhängigen – das Belohnungssystem aktiviert und Glückshormone freigesetzt (bei zuckerhaltigen Produkten liegt dieser Wert um ein Vielfaches höher als z.B. beim Verzehr von Gemüse).

Diese Alternativen empfehle ich:

Zu meinen präferierten Süßungsmitteln gehören vor allem frische überreife Obstsorten wie Bananen, Beerenfrüchte, Äpfel, Mangos oder Birnen bzw. Trockenfrüchte wie Feigen oder Datteln. Daraus stelle ich mir eine Paste her, die ich dann als halbfestes Süßungsmittel verwende. Selten integriere ich auch Yacon- oder Dattelsirup, die teilweise auch in Rohkostqualität im Handel angeboten werden. Die verwende ich vor allem dann, wenn ich ein flüssiges Süßungsmittel benötige.
Allerdings hatte ich bisher immer ein entscheidendes Problem: mir stand keine kristalline Zuckeralternative zur Verfügung, da ich  – wie bereits angedeutet – absolut kein Freund von Kokosblütenzucker, Xylit, Stevia und Co. bin. Aus diesem Grund habe ich ein wenig experimentiert.
Resultat: „Dattelzucker“ in Rohkostqualtität – oder besser: Dattelsüße. Damit steht endlich ein vollwertiges festes Süßungsmittel zur Verfügung. Dabei handelt es sich nämlich nur um pürierte und im Dörrgerät dehydrierte Datteln.

Zubereitung:

Die Herstellung könnte nicht einfacher sein: du benötigst lediglich entsteinte Datteln und ggf. ein wenig Wasser – je nachdem wie leistungsstark dein Mixer bzw. deine Küchenmaschine ist. Die Datteln werden dann einfach püriert, so dass eine cremige Masse entsteht. Diese wird dann (ähnlich wie bei der Fruchtleder-Herstellung) ganz dünn auf Dörrfolien aufgestrichen und über 24-48 Stunden (je nach Flüssigkeitsmenge) bei 40°C Rohkostqualität im Dörrgerät getrocknet. Auf diese Weise erhält sie eine streuselige bzw. esspapier-ähnliche Konsistenz. Die einzelnen Stücke werden dann nur noch im Blitzhacker oder Personal Blender zermahlen, so dass ein kristallines Pulver entsteht.

That’s it. Mehr bedarf es nicht, um den „gesündesten Zucker der Welt“ herzustellen. Zugegeben – die Trocknungszeit ist relativ lang, aber die Zubereitung an sich geht relativ schnell und die Dehydratation läuft ja nebenbei ganz von selbst ab. Diese Dattelsüße lässt sich ausgezeichnet in Müslis, Smoothies, Muffins, Torten oder andere Gebäcke integrieren. Aber du kannst sie auch in pikanten Speisen zum Einsatz bringen, wo konventionell oft Zucker zugesetzt wird (klassische Beispiele: Tomatensaucen- oder Ketchup, um die Säure zu kompensieren oder auch diverse Dips und Dressings, um den Geschmack abzurunden).

Wenn du also ein Dörrgerät besitzt und auf der Suche nach einer vollwertigen Zuckeralternative in Pulverform bist, dann ist dieser Quicktipp genau das richtige für dich.

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