Rohkost par excellence – mein Resümee der Raw Chef Akademie

Stichwort Rohkost“ – Hand auf’s Herz und nicht gelogen: was genau assoziiert ihr mit diesem Begriff? Die meisten denken vermutlich an „Kaninchenfutter“ oder „irgendein Ensemble aus Grünzeug mit drei Salatblättern und einer Karotte“, was zwar angeblich für unsere Gesundheit sehr zuträglich sein soll, aber alles andere als kulinarische Gaumenfreuden auslöst. So oder ähnlich würde zumindest die Antwort meines sozialen Umfeldes lauten.
Mich beschäftigt genau dieses Thema bereits seit vielen Jahren. Eigentlich seit meiner frühesten Kindheit – dank unseres riesigen Permakulturgartens, den mein Opa vor über 60 Jahren angelegt hat. Auch wenn es mir bis vor Kurzem gar nicht so explizit bewusst war, hat die Rohkost mein bisheriges Leben stark geprägt und beeinflusst. Aber eben komplett intuitiv und ohne vordergründig darüber nachzudenken. Gott sei Dank! Denn dabei lag der Fokus vor allen Dingen auf der Zufuhr lebendiger, unverarbeiteter LEBENSmittel – frisch und naturgelassen. Unser Gemüse, Obst und die Kräuter wurden quasi von der Hand in den Mund verzehrt. Doch seit einigen Jahren und ein paar Rohvolutionsmessen später habe ich begonnen mich aktiv mit der (Gourmet)-Rohkost auseinanderzusetzen und habe meine Passion für das Entwerfen neuer rohveganer Rezeptkreationen entdeckt.
Für mein ökopharmazeutisches Konzept spielt diese Ernährungsform eine tragende Rolle und bildet eine der drei Säulen, die zur aktiven Förderung der Gesundheit in meinen Augen essentiell ist. Ich bin davon überzeugt, dass eine pflanzenbasierte, vollwertige und (überwiegend) rohköstliche Lebensweise chronische Zivilisationskrankheiten präventiv verhindert bzw. signifikant verbessert oder heilt.
Aus diesem Grund erwies es sich für mich als absoluter Segen, dass ich auf dem Feel-Well-Festival 2017 in Berlin Boris Lauser – Deutschlands besten und bekanntesten Rawfood Chef – kennenlernen durfte.
Dementsprechend war es nur eine Frage der Zeit, dass ich seine Raw Chef Akademie besuchen würde, denn das hatte ich mir seit dem damaligen Zeitpunkt fest vorgenommen. Und ich bin unendlich dankbar, dass es in diesem Jahr geklappt hat.
Kurz zur Erläuterung: die Raw Chef Akademie besteht aus 2 Leveln, die jeweils in Berlin und/ oder München unterrichtet werden. Ich habe mich für die (vegane) Hauptstadt entschieden, weil ich die Location – das Biohotel Essentis – welches direkt am idyllischen Ufer der Spree gelegen ist, absolut liebe.

An sechs aufeinanderfolgenden Tagen werden in seinem Basis-Intensivkurs die wichtigsten Grundlagen der veganen Rohkostzubereitung vermittelt. Hauptschwerpunkte bilden hierbei vor allem die grundlegenden Techniken wie das korrekte Abschmecken, das optisch ästhetische Anrichten von Speisen, die Fermentation sowie Messer- und Schneidepraktiken. Boris erklärt sehr anschaulich, welche Geräte und Warengüter sich für eine gesunde, gut verträgliche und delikate Rohkostküche als absolut unerlässlich erweisen. Neben der praktischen Zubereitung – wir arbeiteten in Gruppen an verschiedenen Stationen – vermittelte er uns auf seine didaktisch einzigartige und eloquente Art und Weise die relevantesten theoretischen Hintergrundinformationen. Dazu gehören u.a. Methoden wie z.B. nuss- und getreidelastige Gerichte gut bekömmlich werden und unseren Verdauungstrakt nicht überfordern; welche essentiellen Funktionen Vitamine und Mineralstoffe in unserem Organismus erfüllen und weshalb es sich als absolut sinnvoll erweist künstliche und stark verarbeitete Produkte aus unseren Speiseplänen zu eliminieren. Daneben wurden auch noch zwei hochkarätige Gastdozenten eingeladen. Thomas Hartwig sensibilisierte uns, weshalb Wasser das Superfood Nummer 1 darstellt und Margot Fischer entführte uns im Permakulturgarten des Café Botanico in die Welt der Wildkräuter, was mich als überzeugte Kräuterhexe ganz besonders erfreut hat und immer wieder fasziniert.
Wir durften mit den modernsten und innovativsten Küchenhelfern arbeiten und kamen in den Genuss erlesener exquisiter Ingredienzien, die höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen.

Boris bei der Vorbereitung in unserer Seminarküche

Wir haben Gerichte und Rezepte kreiert, die uns nicht nur neue überraschende Geschmackswelten eröffneten, sondern die ein Otto Normalverbraucher wahrscheinlich nicht für möglich gehalten hätte. Mal ganz ehrlich: hättet ihr geglaubt, dass man eine glutenfreie rohköstliche Lasagne zubereiten kann, die das Original geschmacklich nicht nur um Längen übertrifft, sondern mit der wir unserem Körper etwas Gutes gönnen? Oder hättet ihr erwartet, dass man fluffige Brötchen in Rohkostqualität aus Urgetreide herstellen kann, bei denen kein Unterschied in der Konsistenz zu einem normalen Weißmehlbrötchen aus Hefeteig feststellbar ist? Schon einmal etwas von einer rohveganen Pizza gehört? Oder einer fluffig-vollmundigen Mousse au Chocolate – ohne tierische Produkte? Selbst eines der beliebtesten Speisenklassiker der Deutschen – Spaghetti Bolognese – könnt ihr im Handumdrehen ohne großen Aufwand vollwertig und rohköstlich herstellen. Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen – von ausgefallenen Dessertkreationen bis hin zu phänomenalen Rohkosttorten.
Wenn ihr jetzt glaubt, ich würde hier maßlos übertreiben, dann muss ich euch enttäuschen. Überzeugt euch gern selbst! Ich präsentiere euch einige meiner absoluten Favoriten, denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte:

Unsere bunt gemischte Truppe bestand aus insgesamt 12 Teilnehmern mit unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensphilosophien. Von eingefleischten veganen Rohkostverfechtern über wissbegierige Vegetarier bis hin zu normalen Mischköstlern, die gern mal etwas Neues ausprobieren – alle Standpunkte waren hier vertreten. Und genau die Kombination verschiedener Mentalitäten hat unsere gemeinsame Zeit so extrem bereichert. Man lernt immer wieder neue Aspekte kennen, erhält interessante Inputs und erweitert so seinen eigenen Horizont. Dabei verlief alles so herrlich undogmatisch und tolerant. Getreu meines eigenen Mottos „Inspirieren statt Missionieren“ war ich hier perfekt aufgehoben.
Am Finaltag bereiteten wir dann zum krönenden Abschluss ein rohköstliches Fünf-Gänge-Menü zu, was ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalte. Nach erfolgreicher Absolvierung des Fortbildungskurses erhielt jeder Teilnehmer übrigens noch sein persönliches Zertifikat.

Abschluss-Selfie mit Boris: sein Bestseller „Go raw be alive“ gilt als Bibel der Rohkost

Last but not least möchte ich es natürlich nicht versäumen mich noch einmal ganz lieb bei allen Teilnehmenden für die herausragende und lebensbereichernde Woche zu bedanken – ganz besonders natürlich bei Boris selbst sowie seinen beiden großartigen Assistenten Stef und Franzi, die uns tatkräftig unterstützen und uns den Rücken frei hielten. Ein herzliches Dankeschön auch an das gesamte Team des Biohotel Essentis, die unseren Aufenthalt so entspannend und angenehm gestalteten.
Unnötig zu erwähnen, dass mich die vielen neuen Aha-Momente und Wow-Effekte so restlos begeistert haben, dass ich mir für Zuhause gleich einige Inspirationen auf die Spitzenposition meiner Agenda platziert habe.
Also stellt euch schon einmal verstärkt auf neue geniale rohköstliche und vollwertige Rezeptkreationen ein, die – angelehnt an die hier vermittelten Kenntnisse – demnächst auf meiner Homepage erscheinen werden 😁.
Genau aus diesem Grund konnte ich gar nicht anders, als mich sofort für den Level 2 Kurs, der dankenswerterweise bereits Ende nächsten Monats stattfinden wird, anzumelden.

Ihr Lieben, ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Impressionen und Ausführungen inspirieren und davon überzeugen, dass Rohkost eben weit über das „Ensemble aus Grünzeug mit drei Salatblättern und einer Karotte“ hinausreicht. Wer von euch jetzt Lust bekommen hat, sich ebenfalls von Boris in die fantastische und faszinierende Welt der Rohkostküche einführen zu lassen, dem sei die Raw Chef Akademie wärmstens ans Herz gelegt. Ich verspreche euch, ihr werdet diese grandiose Erfahrung nicht bereuen.

Ich verlinke euch an dieser Stelle noch einmal die Website von Deutschlands kompetentesten und sympathischsten Rawfood Chef. Hier erhaltet ihr alle relevanten Informationen.
Also denn, taucht ein in die Welt der Rohkost, bereichert euren Erfahrungsschatz und verzaubert euer Umfeld mit einzigartigen Kreationen.

Lieber Boris, ich bedanke mich ganz herzlich und freue mich wahnsinnig auf ein baldiges Wiedersehen mit dir und deinem Team.

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Comments

  1. Hallo Fanny, du hast einen wunderbaren Artikel von unserer Rohkostwoche geschrieben. Finde ich toll. Ich wünsche dir viel Spaß beim Aufbau-Seminar.
    Da werde ich wohl erst im nächsten Jahr dazu kommen. 🙂
    Liebe Grüße aus Halle
    Regina

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