Cashewmilch selber machen

Quicktipp: DIY Pflanzenmilch

Im heutigen kurzen Essay stelle ich euch einen absoluten Basic meiner tierleidfreien Ernährung vor, den wir tagtäglich konsumieren. Bereits vor meiner Umstellung auf vegan habe ich „Pflanzenmilch“ – oder korrekte Pflanzendrinks in meinen Speiseplan integriert, da ich Kuhmilch seit jeher schlecht vertragen habe.
Davor habe ich sie allerdings immer kommerziell erworben. Vermutlich wäre ich so schnell gar nicht auf die Idee gekommen meine Pflanzenmilch selbst zu produzieren, doch seit ich einen Workshop von Boris Lauser im Harz vor ein paar Jahren besucht habe, stelle ich sie mir für meine Mutti und mich immer selbst her. Mum verwendet die Milch übrigens mittlerweile als Ersatz für Kaffeesahne und integriert sie in ihre grünen Smoothies. In unserem Fall bringe ich Cashewkerne zu Einsatz, weil es uns beiden am besten schmeckt.

Zutaten für ca. 4 Portionen

  • 100 g Cashews
  • 500 ml Wasser
  • optional: Gewürze (z.B. Zimt, Vanille, Ingwer, Kurkuma) nach Geschmack

Zubereitung

  • Cashews mehrere Stunden (am besten über Nacht) einweichen, Einweichwasser anschließend abgießen ODER: Kerne anrösten, um Aroma zu intensiveren
  • Cashews, eventuell Gewürze und Wasser im Hochleistungsmixer pürieren bis milchig-trübe Konsistenz entsteht
  • Sediment ggf. durch Nussmilchbeutel passieren, Drink in Vorratsglas abfüllen und im Kühlschrank lagern
  • Haltbarkeit: ca. 3-4 Tage

Vorteile der DIY-Anleitung liegen klar auf der Hand

  • Viele handelsübliche Produkte enthalten unnötige Zusatzstoffe wie z.B. Süßungsmittel oder Stabilisatoren. Hier bestimmt ihr die Zusammensetzung.
  • Die höhere Ausgangsmenge an Cashews verleiht der Zubereitung eine wunderschön cremige Konsistenz und ein wesentlich intensiveres Aroma. Durch die Verwendung von Zimt und Vanille wird eine geschmackliche Abrundung erzielt.
  • Leider erweist sich mein extensiver Konsum von Pflanzenmilch als relativ kostspielig. Im Bioladen meines Vertrauen würde ich für 500 ml Cashewdrink knapp 2 € bezahlen. Sie werden unverständlicherweise mit 19% und nicht – wie im Lebensmittelbereich üblich – mit 7% versteuert. Dadurch schneiden sie preistechnisch gesehen wesentlich schlechter ab als konventionelle Kuhmilch.

Herstellung funktioniert mit jeglicher Art von Nüssen bzw. Kernen

Boris verwendet Mandeln als Edukt und süßte zusätzlich noch mit Datteln. Zu Beginn habe ich diese Variante auch getestet, musste aber feststellen, dass die naturelle Version eher meinen Geschmack trifft.
Wenn ich die Cashewsmilch zum Marinieren meines Müslis verwende, dann füge ich immer Zimt und Vanille hinzu. Für die Integration in andere Rezepte (z.B. Crêpesteig oder Muffins), bleibt sie allerdings ganz puristisch.
Bei der Verarbeitung von Cashews müsst ihr die Flüssigkeit nicht zwangsläufig durch einen Nussmilchbeutel passieren, da die Kerne einen geringen Faserstoffanteil aufweisen. Bei allen anderen Sorten solltet ihr diesen Schritt allerdings durchführen. Das entstandene Sediment bitte auf keinen Fall entsorgen. Der Trester eignet sich hervorragend für Müslis oder ihr lasst ihn trocknen und verarbeitet ihn in Gebäcken oder Energiebällchen.
Ich kann euch wirklich wärmstens ans Herz legen, diese Zubereitung einmal auszutesten. Insbesondere mit einem Hochleistungsmixer stellt es keine große Herausforderung dar, sich Pflanzenmilch selbst herzustellen und auf diese Weise sehr viel Geld zu sparen.

Für Fragen, Anregungen oder Wünsche nutzt gern die Kommentarfunktion oder kontaktiert mich via Facebook. Ich freue mich auf einen intensiven Austausch mit euch.

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