Choco-Banana-Peanutbars: zuckerfrei, rohvegan, glutenfrei

Bereits vor meiner clean-veganen Ära gehörte das Designen von Rezepturen zu meinen größten Passionen, so dass ich in jeder freien Minute in meinem Versuchslabor experimentierte, um neue Kreationen zu erschaffen. Damals wie heute erfolgte die Zubereitung größtenteils intuitiv, spontan und ohne jegliche Vorlage. Die Zusammensetzungen und Herstellungsanleitungen habe ich früher nie schriftlich dargelegt, so dass meine Food-Fotos aus dieser konventionellen Zeit die einzigen Zeugnisse darstellen (ich war eben schon immer ein „Foodischist“ ?). Doch eine Kombination, die ich liebend gern zubereitete, blieb mir bis heute in Erinnerung: kleine Peanutbutter-Jelly-Bars – also Riegel aus Erdnussbutter und Konfitüre mit einer fruchtigen Komponente in Form von Bananen und einer Schokoglasur. Aus dieser Mischung entstammten meine damaligen Peanutcups – bestehend aus Zucker, Weißmehl, Butter, Vollmilchschokolade, Pflaumenmus und allerlei anderer suboptimaler Ingredienzien.
Mit anderen Worten: eine clean-vegane Version ist längst mehr als überfällig:

Zutaten für ca. 30 Stück:

Boden:

  • 60 g Mandeln
  • 50 g Macadamias
  • 5 EL Hanfsamen
  • 10 Soft-Pflaumen
  • 3 EL Kakaopulver
  • Abrieb einer Bio-Orange

Füllung:

  • 200 g crunchy Erdnussmus
  • 5 Soft-Datteln
  • 10 Soft-Pflaumen
  • 3 Bananen
  • 4 EL Kokosöl
  • 2 EL Baobab
  • 1 TL gemahlene Vanille

Glasur:

  • ca. 8 EL Kokosöl
  • 3 EL Carob
  • 1-2 EL Yaconsirup (oder anderes Süßungsmittel eurer Wahl)
  • ggf. 3 EL Kakaonibs

Zubereitung:

  • Vorbereitung:
    • Backform (ca. 25×21 cm) mit Backpapier auslegen, Pflaumen ggf. einweichen und pürieren
    • Bananen schälen
    • Orange waschen und Schale abreiben
  •  Bodenherstellung:
    • Mandeln, Hanfsamen und Macadamias im Blender mahlen
    • alles in Schüssel füllen und mit Pflaumen, Kakao und Orangenabrieb zu homogener Masse vermengen
    • Teig in Form füllen und gleichmäßig verteilen
  •  Füllung:
    • Kokosöl schmelzen und mit Erdnussmus, Bananen, Vanille, Datteln, Pflaumen sowie Baobab im Hochleistungsmixer zu homogener Creme verarbeiten
    • alles gleichmäßig auf Boden verteilen und durchkühlen lassen
  •  Glasur:
    • Kokosöl schmelzen und mit Carob und Sirup homogenisieren
    • Glasur auf durchgekühlter Masse auftragen und ggf. mit Kakaonibs bestücken
    • alles im Kühlschrank verfestigen lassen und in Stücke schneiden

Glutenfrei, rohköstlich und zuckerfrei – eine weitere konventionelle Süßspeise erfolgreich veganisiert.

Selbst meine Mutti, die sich mit dem Erdnussgeschmack bisher überhaupt nicht anfreunden konnte, war von der Kreation extrem angetan. Während sie meine konventionellen Peanutcups dankend ablehnte, greift sie hier ganz munter zu und genießt die geschmacklich delikaten und abgerundeten Sweeties mit dezenter Erdnussnote. Die gedörrten Pflaumen und die Bananen liefern eine fruchtige Komponente im Abgang, die der cremigen Nussmusfüllung perfekt entgegenwirkt. Durch die optionale Zugabe von Kakaonibs erhaltet ihr noch eine zusätzliche Textur und einen genialen Cruncheffekt beim Kauen.

Wichtig: verwendet unbedingt Erdnussmus (keine Erdnussbutter!), denn hier wird wieder Zucker zugesetzt, den wir natürlich nicht integrieren wollen.
Eine verhältnismäßig gesunde Nascherei mit vollwertigen Produkten und natürlicher Süße. Aber Vorsicht: die Teilchen sind aufgrund der Erdnussfüllung und des Bodens relativ mächtig. Also solltet ihr sie sparsam verzehren – auch wenn es schwer fällt, da sie absolutes Suchtpotential besitzen. Allerdings ihr könnt sie problemlos einfrieren und bei Bedarf einen halben Tag vor Verzehr im Kühlschrank auftauen lassen. Auf diese Weise könnt ihr sie auch ausgezeichnet auf Vorrat herstellen und habt bei überraschenden Besuch immer ein kleines rohköstliches Ass im Ärmel.

In diesem Sinn: freue ich mich – wenn ihr das Rezept einmal ausprobiert – wie immer über euer Feedback in den Kommentaren bzw. auf Facebook oder eure Fotos auf Instagram, wo ihr mich mit dem Hashtag #fit4fanny verlinken könnt.

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Comments

  1. Hallo,

    vielen Dank für das tolle, leckere Rezept! Ich bin leider kein Veganer, oder Clean Eater, o. ä. ich bin aufgrund einer Allergie auf glutenfreie Lebensmittel angewiesen. Da kommen mir solche Rezepte mehr als recht, vielen Dank dafür!

    Viele Rezepte, bzw. schmackhafte Gerichte entstehen ja erst dann, wenn einem bei der Zubereitung diverse Fehler, bzw. kleine Missgeschicke passieren und dadurch entstehen dann die leckersten Gerichte.

    Weiter so und guten Appetit, Gruß,

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