Pflanzliche Ernährung basisch

Kleine Nährstoffkunde – ein kurzer Überblick

Nährstoffe im Überblick  

Wir alle setzen uns mehr oder weniger freiwillig mindestens 2-3x täglich mit dem Thema Ernährung und Nahrungsaufnahme auseinander. Denn die Versorgung unseres Organismus mit allen wichtigen Makro-und Mikronährstoffen ist für unser aller Leben essentiell. Die Begriffe sind euch mit Sicherheit geläufig, da Nährstoffe, Ernährung und Nahrungsaufnahme eng miteinander vergesellschaftet sind. Doch was genau verbirgt sich konkret dahinter? Welche Makros und Mikros werden unterschieden? Wieviel davon sollten wir konsumieren? Welche Funktionen erfüllen sie in unserem Körper und weshalb ist unser Überleben an ihre Zufuhr gekoppelt?

Einteilung der Nährstoffe 

Fragen über Fragen – wie ihr seht ein weites Feld… Versuchen wir nun ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Hierfür bediene ich mich mal wieder meinen Skripten und Mitschriften aus der Unizeit. Im Pharmaziestudium spielten die Themen Ernährung, Warenkunde, Biochemie, Physiologie und Lebensmitteltechnologie vor allem in den unteren Semestern an meiner Universität glücklicherweise eine tragende Rolle, was leider nicht an allen Hochschulen der Fall ist.
Im folgenden präsentiere ich euch eine von mir erstellte Übersicht zur Gliederung der einzelnen Nährstoffe, die sich für die Vorbereitung auf mein 1. Staatsexamen als sehr hilfreich erwies.

Nährstoff-Übersicht

Was sind Nährstoffe?

Als Nährstoffe werden anorganische und organische Nahrungsbestandteile bezeichnet, die zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen des Stoffwechsels benötigt werden. Man unterscheidet zwischen Makro– und Mikronährstoffen.

Makronährstoffe

Dazu zählen Fette (Lipide), Eiweiße (Proteine) und Kohlenhydrate.
Alle wichtigen Stoffwechselvorgänge wie Herzfunktion, Atmung, Wachstum und Geweberegeneration benötigen Energie. Die gewinnen wir aus den Makros. Der Brennwert – also wieviel Energie ein Nährstoff enthält – wird entweder in Kalorien oder Joule angegeben.

Mikronährstoffe

Im Gegensatz zu den Makros liefern sie keine Energie, sind aber dennoch essentiell für unseren Stoffwechsel. Unser Organismus kann sie nicht selbst produzieren, so dass wir die Mikros extern zuführen müssen. Dabei unterscheidet man:

Vitamine: organische Verbindungen, die unser Körper für die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen benötigt. Diese sind i.d.R. essentiell für uns, da sie unser Organismus nicht selbst synthetisieren kann. Wir müssen sie also extern mit unserer Nahrung aufnehmen. Einige davon sind fettlöslich (A, D, E, K), andere wasserlöslich (B-Vitamine, C, Biotin)

Mineralstoffe: anorganische und für uns lebenswichtige Verbindungen, die wir mit der Nahrung zuführen müssen, da unser Körper auch sie nicht selbst synthetisiert. Man unterscheidet Mengen- und Spurenelemente.

  • Mengenelemente: Wie der Name bereits vermuten lässt, sind diese anorganischen Mineralstoffe in einem hohen Massenanteil in unserem Körper vertreten (> 50 mg/kg). Im wässrigen Milieu liegen sie in ionisierter Form vor, d.h. die Teilchen besitzen entweder eine negative oder eine positive Ladung. Aufgrund dessen werden sie alternativ auch als „Elektrolyte“ bezeichnet. So halten sie in unserem Körper den osmotischen Druck (also die Druckdifferenz zwischen verschiedenen Flüssigkeiten) aufrecht.
  • Spurenelemente: Im Gegensatz zu den Mengenelementen liegen diese anorganischen Substanzen nur in Spuren vor (< 50 mg/kg). Dennoch sind sie für uns essentiell, da der Körper sie nicht selbst produziert. Spurenelemente erfüllen lebenswichtige Funktionen, indem sie notwendige Stoffwechselprozesse wie die Synthese von DNA bzw. RNA aktivieren und somit eine tragende Rolle in der Zellteilung, der Regenerierung, der Immunfunktion, der Energiegewinnung sowie der Blutgerinnung spielen.

Wichtige Vertreter im Kurzportrait

Falls euch noch Fragen zum Thema einfallen, dann stellt sie mir gern in den Kommentaren oder auf meiner Facebook-Seite.


Quellen:

Die dargelegten Informationen entstammen meinen Mitschriften aus den folgenden Vorlesungen meines Pharmaziestudiums an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena von 2003 – 2007:

  • Vorlesung: „Pharmazeutische Biologie“ aus dem 1.-3. Semester – Dozent: Dr. Bernd Liebermann
  • Vorlesung: „Ökotrophologie“ aus dem 4. Semester – Dozent: PD Dr. Volker Böhm
  • Vorlesung: „Biochemie“ aus dem 5. Semester – Dozent: Prof. Dr. Thomas Winckler

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