Fruchtig-leichte Sommertorte: nussfrei, ölfrei, rohvegan

Mal Hand auf’s Herz und nicht gelogen: woran denkt ihr, wenn ihr eine Rohkosttorte kredenzt bekommt? Vermutlich: „Okay, die ist definitiv gesünder als konventionelle gebackenen Kuchen, aber durch die Nüsse und Trockenfrüchte im Boden plus Cashewcreme als Füllung wahnsinnig mächtig.“ Und gerade in diesem krassen Ausnahmesommer (bei uns zeigt das Thermometer aktuell 33°C im Schatten) will man eigentlich etwas fruchtig-leichtes. Aber immer nur Eiscreme wird auch irgendwann langweilig und nicht jeder gehört zu den glücklichen Besitzern einer entsprechenden Maschine…
Die gute Nachricht: da habe ich eine geniale Kompromisslösung parat. Der folgende Rawcake sieht zwar aus wie ein gewöhnliches Exemplar, verzichtet allerdings komplett auf Nüsse, Öle oder andere zusätzliche Fettkomponenten. Wie er dennoch seinen Stand beibehält und auch noch absolut fantastisch schmeckt? Lest selbst 😉…

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 50 g Maismehl
  • 50 g Hanfmehl
  • 5 EL Kokosraspeln
  • 10 Datteln
  • 5 EL Wasser
  • ½ TL Vanille
  • ½ TL Zimt

Füllung:

  • ca. 350 g Kornäpfel
  • 1 große Banane
  • 1 Handvoll getrocknete Ananasstücke
  • 5 Datteln
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Vanille
  • 1 Tonkabohne
  • 1 Prise Muskat
  • 3 EL Flohsamenschalen
  • 2 EL Carob
  • 2 EL Kakaonibs

Zubereitung:

  • Vorbereitung:
    • Springformboden mit Backpapier auslegen
    • Datteln einweichen und pürieren
    • Äpfel waschen, schälen, entkernen und vierteln
    • Banane schälen und klein schneiden
  • Boden:
    • Mehle mit Kokosraspeln und Gewürzen in Schüssel mischen
    • Dattelpüree und Wasser hinzufügen und alles zu homogener Masse verarbeiten
    • Teig gleichmäßig als Boden in Form verteilen und Rand hochziehen
  • Füllung:
    • Banane mit Äpfeln, Ananas, Gewürzen, Tonkabohne, Flohsamen und Datteln im Hochleistungsmixer pürieren
    • Hälfte d. Füllung auf Boden verteilen, Rest mit Carob und Kakaonibs vermischen und auf erster Schicht auftragen
    • fertige Torte für ca. 2 Stunden im Tiefkühler lagern und portionieren

Das Dreamteam aus Äpfeln und Bananen habe ich bereits als Kind über alles geliebt und auch heute verzehre ich die Kombination wahnsinnig gern. Im Gegensatz zu damals füge ich immer noch Gewürze hinzu, die dem Ganzen geschmackliche Tiefe verleihen. Die karamellig-marzipanähliche Tonkabohne harmoniert dabei ausgezeichnet mit dem Zimtaroma, so dass die Füllung eine ganz besondere Note erhält.
Als zusätzliches kleines Goodie habe ich mir spontan überlegt die Creme zu halbieren und einem Teil eine schokoladige Note und ein bisschen Crunch in Form von Carob und Kakaonibs zu verleihen.
Die Flohsamen sorgen für den perfekten Stand der Torte, so dass in diesem Fall keine stabilisierenden Zusätze wie Cashews, Kokosöl, Kokosmus oder Kakaobutter vonnöten sind. Dementsprechend besitzt die Creme eine relativ feste (eher pastöse) Konsistenz. Die kleinen Samen des Wegerichgewächses “Plantago psyllium” lassen sich auch vielseitig pharmazeutisch verwenden – u.a. unterstützend bei Morbus Crohn, beim Reizdarmsyndrom oder bei Anus praeter (künstlicher Darmausgang). Aufgrund des hohen Ballast- und Schleimstoffanteils besitzen sie eine ausgezeichnete Quellfähigkeit in Verbindung mit Wasser. Auf diese Weise unterstützen sie die Verdauung und werden auch beim Heilfasten zur Darmreinigung eingesetzt.
Unsere Kornäpfel dienen mir bei diesem Rawcake als Obsteinlage. Sie gehören zu den ersten Sorten, die ihren Reifegrad bereits im Juli erreichen und zeichnen sich durch ein besonders intensives Fruchtaroma mit einer leichten Säurenote im Abgang aus. Leider fallen sie häufig vorher vom Baum und sind extrem schlecht lagerfähig. Auf diese Weise lassen sie sich ausgezeichnet retten.
Die Bananen dürfen gern schon mit braunen Flecken übersät sein, denn so entfalten sie ihre markante Süßkraft – ergo eine perfekte natürliche Zuckeralternative.
In den Boden habe ich Nussmehle integriert, um ihm die Schwere zu nehmen, so dass die Torte wesentlich leichter und besser verdaulich wird.
Dekoriert habe ich das Ganze noch mit getrockneten Kornäpfeln. Die habe ich im Dörrgerät über mehrere Stunden dehydriert, so dass sie eine noch knautschige Konsistenz aufweisen und so das Gesamtwerk abgerundet.

Die Zutaten sind für eine 18-cm-Springform ausgelegt. Wenn ihr größere Backformen verwendet, findet ihr im Anschluss eine Umrechnungstabelle für die entsprechenden Mengen.

Falls ihr diese sommerlich-leichte Rohköstlichkeit einmal ausprobiert, dann freue ich mich, wenn ihr mir Fotos und euer Feedback in den Kommentaren oder via Facebook bzw. Instagram hinterlasst.

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