Foodsharing-Festival 2016

Lebensmittelverschwendung – ein kritisches Thema

Unfassbare Lebensmittelverschwendung in Deutschland

Seit ich mir Valentin Thurns Film „Taste The Waste“ angeschaut habe, beschäftige ich mich mit dem Thema Ressourcen- bzw. Lebensmittelverschwendung intensiver. Denn in Deutschland landen pro Jahr laut WWF über 18 Mio. Tonnen im Müll. Ein unglaublicher Extremwert wenn wir bedenken, wie viele Menschen nach wie vor Hunger leiden müssen. Und wir in unserer Überflussgesellschaft? Wir gönnen uns den Luxus, dass Supermärkte beispielsweise eine gesamte Stiege Bananen entsorgen, weil bei einer einzigen Frucht eine kleine braune Stelle erkennbar ist. Lebensmittel schließen viel zu schnell Bekanntschaft mit dem Mülleimer und das nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum um ein paar Tage überschritten wurde. In meinen Augen ein absoluter Frevel! Dem wollte ich Einhalt gebieten. Doch wie erhalte ich die Chance mich aktiv gegen Lebensmittelverschwendung zu engagieren?

Food-Sharing-Festival zur Lebensmittelrettung

So bin ich auf die Foodsharing-Community gestoßen und habe auch im Jahr 2016 das Festival in Berlin besucht. Dieses Event war nicht nur sehr inspirierend und aufrüttelnd, sondern es herrschte eine unglaublich produktive, angenehm positive und relaxte Atmosphäre wie ich sie selten erlebt habe. Von Freitag bis Sonntag trafen sich über 600 Menschen, um sich gegen die globale Lebensmittelverschwendung zu engagieren. Es wurde zusammen musiziert, in über 20 spannenden Workshops heiß diskutiert und nicht zuletzt ein gemeinsames Mahl in Form eines grandiosen Süßkartoffelcurrys aus geretteten Lebensmitteln zubereitet.
Ein weiteres Highlight: eine Kräuterwanderung am Sonntag Nachmittag im wundervollen Sonnenschein und strahlend blauem Himmel.
Hier einige Impressionen:

Wenn euch das Thema genauso am Herzen liegt wie mir, dann schaut unbedingt auf der Homepage vorbei und registriert euch.

Fairteilerkiste gegen Lebensmittelverschwendung
Unsere „Fairteilerkiste“

Durch unseren Garten und den (meist) sehr ertragreichen Ernten bleiben mehr Lebensmittel übrig als für den Eigenbedarf benötigt. Diese werden dann mit Freunden, Bekannten und Nachbarn geshared. Aus diesem Grund haben meine Mutti und ich unsere eigene „Fairteilerkiste“ etabliert, welche wir zentral in unserer Gasse platziert haben. Dort kann sich jeder nach Herzenslust bedienen, der gerade vorbeiläuft. Nach anfänglicher Verwunderung über das Konzept erfreut sie sich mittlerweile sehr großer Beliebtheit.

Welche Meinungen habt ihr zum Thema Lebensmittelverschwendung? Seid ihr vielleicht selbst bereits aktiv geworden oder habt ihr diese Problematik noch gar nicht explizit wahrgenommen? Postet mir gern euren Standpunkt in die Kommentaren. 

Teile diesen Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.