Herbstzeit = Kürbiszeit: einige Zubereitungsvorschläge

Kürbisse aus eigenem Anbau

Als wärmeliebende Sonnenanbeterin kann ich der tristen grauen Jahreszeit nicht allzu viel abgewinnen. Allerdings existiert für mich ein Licht am Ende des Tunnels: der Startschuss in die Kürbissaison. Diese gehören zur Familie der Cucurbitaceae (Kürbisgewächse) und enthalten viele für uns wertvolle Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamin C, Kalium, Phosphat, Antioxidantien oder Ballaststoffe. Wir kultivieren u.a. Hokkaido- und Butternusskürbisse in unserem Permakultur-Garten bereits seit mehreren Jahren. Als Resultat erhielten wir diese Saison einen Hokkaidokürbis, der um die 5 kg wiegt. Natürlich will das Exemplar auch verwertet werden. Deshalb präsentiere ich euch hier das eine oder andere Kürbisrezept, was ihr natürlich auf jede beliebige Sorte adaptieren könnt.

Kürbisse präparieren

Zur Vorbereitung wasche ich den Kürbis gründlich mit einer Gemüsebürste. Im Fall des Hokkaido kann die Schale mitverwendet werden, bei anderen gängigen Sorten wie z.B. Butternut-, Muskat- oder Spaghettikürbis entferne ich sie. Danach halbiere ich das gute Stück und poole das Innere mit Hilfe eines Esslöffels heraus. Die Kerne bewahre ich auf, trockne sie und röste sie in einer Pfanne ohne Fett an. Sie eignen sich hervorragend zur weiteren Verfeinerung von Broten, Brötchen oder auch Muffins bzw. Cookies. Danach schneide ich den Hokkaido klein. Jetzt ist er einsatzbereit zur Verarbeitung im entsprechenden Kürbisrezept.

Kürbisrezept 1: gedämpft

gedämpfter Hokkaidokkürbis
Gedämpfte Hokkaido-Würfel

Die schonenste Garmethode, welche auch gleichzeitig den puren Eigengeschmack am besten zur Geltung bringt, stellt das Dämpfen dar (gilt generell für alle Gemüsesorten). Die essentiellen Inhaltsstoffe werden auf diese Weise am besten erhalten, das Gemüse bleibt schön al dente und wird nicht verkocht. Für eine Portion verwende ich ca. 200 g Kürbiswürfel. Die Zubereitung erfolgt in meinem Kartoffel-Dampftopf, in welchem ich das Wasser zum Kochen bringe, die Kürbiswürfel hinzufüge und das Ganze kurz aufkochen lasse. Danach reduziere ich die Hitze und würze alles ganz puristisch lediglich mit Salz, Pfeffer und Muskat. Die Gewürze verteile ich vorsichtig mit einem Esslöffel. So lasse ich den Kürbis ca. 10-15 min. dämpfen, dass er noch schön al dente bleibt.

Kürbisrezept 2: Zubereitung im Ofen

Ofenkürbis
Hokkaido als Ofenkürbis-Zubereitung

Eine bequeme Alternative zur klassischen Kürbiszubereitung stellt die Variante „Ofenkürbis“ dar. Vorteil dieser Methode: unkomplizierte und sehr variationsreiche Zubereitung. Hierfür verwende ich ca. 200 g Kürbisspalten. Den Backofen heize ich auf 200°C vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. Dann vermische ich Pflanzenöl (z.B. Rapsöl oder Kokosöl) mit Salz, Pfeffer, Muskat, Currypulver und Ingwer in einem großen Gefrierbeutel. Ich füge nun die Kürbisspalten hinzu und schüttle alles gut durch, so dass sie schön gleichmäßig mariniert werden. Danach wird der Kürbis im Ofen für ca. 15-20 min. gebacken bis er eine schöne Bräunung annimmt und noch bissfest bleibt. Nach der Hälfte der Backzeit wende ich die Spalten, damit sie nicht zu dunkel werden. An Gewürzen könnt ihr natürlich alles verwenden, was euch am meisten zusagt. Ob ihr ihn asiatisch, mediterran oder orientalisch mariniert, bleibt komplett euch überlassen.

Kürbisrezept 3: Muffins

Die Herbstboten sind sehr vielseitig einsetzbar. Warum nicht auch mal süß? Hier ein Kürbisrezept für cleane, vegane Muffins:

Zutaten für 12 Stück

  • 200 g Hokkaido-Kürbis
  • 125 g Dinkel-Vollkornmehl
  • Schale einer halben Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Natron
  • 100 ml Yaconsirup
  • 1 Vanilleschote
  • 1 EL Apfelessig
  • 40 ml Pflanzenöl (z.B. Rapsöl oder Kokosöl)
  • 120 ml Mineralwasser
  • 2 EL Kakaonibs
  • 2 EL Kakaopulver oder Carob

Zubereitung

  • Backofen auf 180°C vorheizen, Muffinförmchen mit Papier sowie Backblech mit Backpapier auslegen
  • Kürbis in Scheiben schneiden, ca. 15 min. backen und ggf. schälen
  • Vanilleschote halbieren und Mark herauskratzen, Bio-Zitrone waschen und Schale abreiben
  • Vollkornmehl, Vanillemark, Natron, Salz und Zitronenschale in Schüssel mischen
  • Kürbis in 2. Schüssel mit Zauberstab pürieren und zusammen mit Öl, Yaconsirup, Mineralwasser und Essig unter Mehlmischung geben
  • alles kurz glatt rühren, Hälfte des Teiges in Muffinförmchen verteilen und Kakaonibs darauf geben
  • Kakao bzw. Carob unter restlichen Teig mischen, Muffins damit bedecken und ca. 30 min. backen (Stäbchenprobe!)

Die Kombi aus Kürbis mit dem Kakao bzw. Carob finde ich persönlich sehr delikat. Durch den Hokkaido bleiben die Muffins sehr schön saftig und vermitteln ein angenehmes Mundgefühl.

Schoko-Kürbis-Muffins
Schoko-Kürbis-Muffins

Abschließend zeige ich euch noch weitere Varianten zur Verarbeitung von Kürbissen in süßen und pikanten Gerichten.

Wie verwendet ihr Kürbisse vorzugsweise? Postet mir gern eure Inspirationen und Ideen in den Kommentaren oder auf Facebook und schickt mir eure Fotos auf Instagram – gern mit dem Hashtag #fit4fanny.

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