Chlorophyll Cracker glutenfrei

Kürbis-Chlorophyll-Cracker: Powerfood für den Herbst

Pflanzenpower in der kalten Jahreszeit

Die Tage werden kürzer, die Nächte rauer und das menschliche Gemüt oft schwerer. Auch die Natur und der Garten legen eine Pause ein, um neue Kräfte zu sammeln und den Winter zu überdauern. Doch bevor ich sie in ihre wohlverdiente Vegetationsruhe entlasse, erfreue ich mich noch voller Dankbarkeit und Liebe an ihren reichhaltigen Erträgen.
Aktuell sprießen im Garten unsere Kürbisse und auch einige Wildkräuter trotzen tapfer noch der Kälte. Diese beiden Hauptzutaten dienten mir als Inspiration für die rohköstlichen Kürbiscracker.

Fotosynthese als Grundlage des Lebens

Um für die kommenden – für mich eher unbehaglichen Monate – gut gerüstet zu sein, bediene ich mich einer der besten Geheimwaffen, die unsere Pflänzchen in sich tragen. Es handelt sich um Chlorophyll, ihren grünen Blattfarbstoff, der sie zur Fotosynthese – der Grundlage des irdischen Lebens – befähigt. Dabei wird die Energie der Sonne genutzt und in chemische umgewandelt. Im Rahmen des Prozesses wird in den Chloroplasten aus Kohlendioxid Sauerstoff produziert.
Vor allem in Wildkräutern und grünem Blattgemüse, aber auch in Mikroalgen wie Spirulina und Chlorella liegt er in hohen Konzentrationen vor. Damit steigt der Gehalt proportional zur Farbnuance – mit anderen Worten: je grüner eine Pflanze, umso höher ihr Chlorophyllgehalt.

Wunderwaffe Chlorophyll

Der Blattfarbstoff wird nicht umsonst als „grünes Blut“ bezeichnet, denn es ähnelt in der Tat unseren eigenen roten Blutfarbstoff – dem Hämoglobin – mit dem Unterschied, dass anstelle von Eisen als Zentralatom Magnesium vorliegt. Mit anderen Worten: auch wir können von seinen vielfältigen positiven Wirkungen profitieren. So wirkt Chlorophyll u.a. blutreinigend, entgiftend, wundheilungsfördernd und aktiviert vor allem das Immunsystem. Und genau diese Eigenschaften können wir während der dunklen Jahreszeit und den Beginn der Grippesaison doch alle gut gebrauchen, oder?

Zutaten für ca. 60 Stück

  • ¼ Hokkaidokürbis (ca. 250 g)
  • 1 Handvoll Löwenzahn
  • 2 Handvoll Brennnesseln
  • 3 Stängel Petersilie
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 gedörrte Tomaten
  • 2 EL Hefeflocken
  • ½ TL Spirulina
  • 1 EL Sojasauce
  • ½ TL Rauchsalz
  • 100 g Leinsamen
  • Gewürze nach Geschmack (z.B. Muskat, Pfeffer, Paprika edelsüß, Schabzigerklee, Kumin)

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Kräuter waschen und grob zerkleinern
  • Kürbis waschen, halbieren, Kerne mit Löffel herauskratzen und klein schneiden
  • Knoblauch, Tomaten und Zwiebel waschen, schälen und vierteln
  • Tomatenwürfel mit Kürbis, Kräutern, Knoblauch sowie Zwiebel im Hochleistungsmixer fein pürieren
  • Leinsamen mit Gewürzen, Spirulina und Hefeflocken in Schüssel mischen, Gemüsepüree zufügen und alles zu homogenem Teig verarbeiten
  • Masse auf Dörrfolie geben, gleichmäßig verteilen, mit Teigschaber einritzen und bei 40°C ca. 15-17 Stunden trocknen lassen (nach Hälfte der Zeit von Folie lösen, wenden und direkt auf Gitterrost zu Ende trocknen)

That’s it. So einfach und schnell (abgesehen von der Dörrzeit) habt ihr super gesunde, leckere chlorophyllhaltige Kürbiscracker gezaubert, die euch als wertvolle Helfer in der grauen Grippezeit zur Seite stehen. Die Aromen der Wildkräuter kommen durch den Dörrprozess richtig gut zur Geltung. Der Kürbis und die Tomaten liefern noch eine fruchtige Note und runden mit den Gewürzen die Gesamtkomposition perfekt ab. Kreuzkümmel und Schabzigerklee (die lösen bei mir fast schon Suchtpotential aus 😁) verleihen den Crackern einen leicht orientalischen Geschmack ohne die Zubereitung zu dominieren. Damit tut ihr nicht nur eurem Körper etwas Gutes, sondern auch euren Gaumen.
Die Cracker habe ich übrigens für einen meiner Vorträge vorbereitet und die waren der absolute Renner, so dass sie mir förmlich aus den Händen gerissen wurden.

In diesem Sinn würde ich freuen, wenn ihr die grünen Kürbiscracker mal ausprobiert und mir euer Feedback in den Kommentaren oder auch auf Facebook oder Instagram übermittelt.

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