Gesunde Pizza mit Quinoa

DIY Pizza – klassisch mit Hefe oder High Protein

Beliebtestes Fastfood der Deutschen

Wir Deutschen lieben Pizza! Pro Jahr werden 800 Millionen Stück davon verzehrt. Trotz diverser Lebensmittelskandale wie z.B. der Verwendung von Analogkäse oder Formfleisch belegt die Pizza im Fastfood-Ranking die Pole Position. Wirft man allerdings einen genaueren Blick auf die Zutatenlisten, kann einem das schnell den Appetit verderben – zu viele gesättigte Fettsäuren, zu hohe Salz- und Zuckergehalte, zu viele unnötige Zusatzstoffe. Eine gesunde Pizza? Im Handel schwierig auffindbar… Das beste Beispiel hier: diese Piccolini-Pizzen aus dem Tiefkühler meiner Oma.

Fertigpizza mit suboptimalen Nährwerten
Fertige TK-Pizzen mit suboptimalen Nährwerten sowie einer ellenlangen Zutatenliste

Gesunde Pizza leicht gemacht – so klappt’s

Dass man eine gesunde Pizza allerdings relativ einfach selbst herstellen kann, demonstriere ich euch anhand der folgenden Rezepte. In der 1. Variante präsentiere ich euch einen klassischen, aber dennoch clean-veganen Pizzateig mit Hefe.

Zutaten für 4 Pizzetten

  • 250 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 1 OP Trockenhefe
  • 1 EL Yaconsirup
  • ca. 125 ml Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz nach Geschmack
  • 1 EL Pizzagewürz:
    • 3 TL getrockneter Oregano
    • 1 TL Paprikapulver edelsüß
    • 2 TL getrockneter Thymian
    • 3 TL getrockneter Basilikum
    • ½ TL Chilipulver
    • 1 TL schwarzer Pfeffer
    • 1 TL getrockneter Rosmarin
    • 2 TL getrockneter Majoran

Zubereitung

  • Mehl in Schüssel sieben und mit Trockenhefe sowie Pizzagewürz vermischen
  • Wasser leicht erwärmen, Salz auflösen und mit Olivenöl und Yaconsirup anteilig zum Hefegemisch geben
  • alles mit Knethaken zu glattem Teig verarbeiten und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30-40 min. gehen lassen
  • Backofen auf 200°C vorheizen und Backblech mit Backpapier auslegen
  • Teig nochmals manuell durchkneten und portionsweise mit Nudelholz zwischen 2 Lagen Backpapier ausrollen
  • Pizzetten auf Backblech legen und nach Herzenslust belegen
  • für ca. 25 min. im Ofen bei Ober-und Unterhitze und ggf. 5 weitere min. bei Grillfunktion backen

Zum Bestreichen der Pizzen verwende ich entweder meine Marinara-Sauce (Rezept s. unten) oder einen meiner drei rohveganen Lieblingsdips. Alternativ könnt ihr auch nur auf Tomatenmark, Ketchup oder Passata zurückgreifen.

Zutaten der Marinara-Sauce

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 400 g Cherrytomaten
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 5 EL Wasser
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Handvoll Basilikum

Zubereitung der Sauce

  • Cherrytomaten waschen, grünen Strunk entfernen und mit Zauberstab in hohem Gefäß pürieren
  • Knoblauch und Zwiebel waschen, trocken tupfen, schälen und fein würfeln
  • Basilikum waschen, trocken tupfen und fein zerzupfen
  • Topf mit Olivenöl erhitzen und Knoblauch sowie Zwiebeln darin andünsten
  • alles mit pürierten Tomaten und Wasser ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 15 min. bei offenem Deckel köcheln lassen
  • vor Ende des Kochvorgangs frisches Basilikum zufügen
Vegane Marinara-Sauce
Marinara-Sauce – harmoniert auch perfekt mit Pasta

Die Marinara-Sauce eignet sich hervorragend zum Einfrieren. Dazu gebt ihr sie im abgekühlten Zustand einfach in einen Gefrierbeutel, drückt alles schön flach und frostet sie ein. Zum Auftauen gebe ich den Beutel in eine Schüssel mit warmem Wasser und lasse sie Sauce antauen. Dann fülle ich die Masse in einen Topf und erwärme sie kurz auf dem Herd bei mittlerer Hitze. Auf diese Weise habt ihr eine schnelle Sauce parat, die ebenfalls ausgezeichnet mit Pasta harmoniert, wenn ihr mal wenig Lust/ Zeit zum Kochen habt.

Für meine Mutti und Oma habe ich jeweils 2 vegetarische Varianten kreiert. Sie enthielten beide Spinat und Spargel. Die Version meiner Oma habe ich zusätzlich noch mit Tomaten belegt, die meiner Mutti enthielt noch Eier unserer garteneigenen Hühner. Meine vegane gesunde Pizza bestand aus diversen Gartengemüsesorten, Kräutern und Sprossen.

Als mein Favorit jedoch kristallisierte sich im Laufe der Zeit eine komplett andere Variante heraus. Seid ihr bereit für meinen absolute Favorit? Sie lässt sich in die Kategorie „High Protein“ einordnen, ist komplett vegan und basiert nicht auf einem Hefeteig, sondern auf Quinoa – mit anderen Worten: eine gesunde Pizza mit Superfoodanteil:

Zutaten für 4 Portionen

  • 180 g Quinoa
  • Wasser zum Einweichen und ca. 75 ml Wasser zum Pürieren
  • 1 TL Apfelessig
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 2 TL Pizzagewürz
  • 8 Tomaten
  • 1-2 EL Hefeschmelz
  • 1 Handvoll Basilikum

Zubereitung

Quinoa abwaschen, für ca. 8 Stunden in Wasser einweichen, so dass dieser ca. 1 Fingerbreit bedeckt wird und vorm Verarbeiten erneut gut abspülen

  • Backofen auf 200°C vorheizen und Backblech mit Backpapier auslegen
  • Quinoa mit Wasser, Salz, Apfelessig und Pizzagewürz portionsweise im Blitzhacker oder Standmixer ca. 2-3 min. pürieren, bis keine Körner mehr sichtbar sind und glatter Brei entstanden ist (Konsistenz wie Pfannkuchenteig)
  • Brei auf Backblech gießen, gleichmäßig ca. 0,5 cm mit Teigschaber verstreichen und ca. 20 min. vorbacken
  • Tomaten waschen, klein schneiden und Basilikum zerzupfen
  • vorgebackenen Teig mit Dip bzw. Sauce eurer Wahl bestreichen und nach Wunsch belegen (ich habe Tomaten aus dem Garten und Hefeschmelz verwendet)
  • alles erneut ca. 10 min. backen, mit Pizzaschneider in Stücke teilen, mit Pfeffer bestreuen und mit Basilikum garnieren

Mit dem richtigen Equipment (Blitzhacker oder Hochleistungsmixer) funktioniert die Zubereitung des Teiges problemlos. In erster Linie dient das Gericht natürlich als super Proteinquelle für alle Fitness-Fans (und die, die es werden möchten), eignet sich aber auch als gute und schnelle Alternative zum Hefeteig. Beim Belag sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Verwendet einfach alles, was ihr favorisiert.
Falls ihr noch eine süße Variante mit dem südamerikanischen Superfood ausprobieren wollte, dann klickt auf diesen Essay.
Die gesunde Pizza löste übrigens bei meiner Oma regelrechte Begeisterungsstürme aus, so dass sie mir zusicherte, nie wieder auf Fertigpizzetten zurückzugreifen. Mission erfüllt 😊.

Welche Pizzakreationen gehören zu euren Favoriten? Postet mir gern euer Feedback in den Kommentaren bzw. via Facebook und sendet mir eure Fotos auf auf Instagram zu, wo ihr mich gern mit dem Hashtag #fit4fanny verlinken könnt.

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