veganer Gurkensalat

Erfolgreich veganisiert: grandioser Gurkensalat 2.0

Absolute Weltpremiere auf meiner Homepage! Dass ich euch das folgende Rezept präsentieren darf, erfüllt mich ganz besonders mit Stolz. Denn ausnahmsweise entstammt es nicht meinem Repertoire – weder in der klassisch-traditionellen noch in der modernen veganisierten Form. Das Lob und die Anerkennung für diesen fantastischen Gurkensalat gebührt einzig und allein meiner Mutti.

Gurkenschwämme im Garten

Ganz kurz zur Vorgeschichte: in den Sommermonaten erleben wir jedes Jahr dasselbe Phänomen. Unsere Gurken im Freiland erreichen fast alle gleichzeitig im Juli-August ihren perfekten Reifegrad, sind aber nach einigen Wochen auch relativ schnell vertrocknet. Da sie sich leider sehr schlecht einfrosten lassen, müssen sie neben dem puren Verzehr in irgendeiner Form adäquat verarbeitet werden.
Ich fermentiere sie sehr gern süß-sauer in Salzlake, während meine Mutti seit jeher einen Großteil der grandiosen Gemüsefrüchte in ihren traditionellen Gurkensalat integriert. Und ich muss gestehen, dass ich ihn nie wirklich gern verzehrt habe. Er bestand vor allem aus Schlagsahne sowie Crème fraîche und genau diese Kombination hat mir gar nicht zugesagt, so dass ich ihn in meiner Kindheit nur widerwillig gegessen habe und später dann überhaupt nicht mehr.

Mutti wird kreativ

Umso größer meine Überraschung als ich vor ein paar Tagen meine Mutti besuchte und sie mich mit folgenden Worten empfing: „Fanny, ich freue mich heute ganz besonders dich zu sehen, denn dieses Mal habe ich für dich etwas Großartiges vorbereitet und kann mich so endlich mal bei dir für deine Köstlichkeiten revanchieren, mit denen du mich immer versorgst.“

Da ich von Natur aus sehr neugierig bin, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Umso größer zunächst meine Ernüchterung als mir meine Mutti stolz eine riesige Schüssel Gurkensalat unter die Nase hielt.
„Ist das dein Ernst?“ fragte ich ein wenig pikiert. „Dir ist schon klar, dass mein Körper bei der Zufuhr von Milchprodukten rebelliert.“
Amüsiert entgegnete sie: „Aber Fanny, das weiß ich doch. Ich habe lange daran getüftelt, die Rezeptur komplett überarbeitet und ihn extra für dich veganisiert. Ich würde mich freuen, wenn du auch mal etwas von mir probierst.“

Zunächst war ich extrem skeptisch und versuchte die Verkostung so lange wie möglich hinauszuzögern: „Aber Mutti, ich habe den Gurkensalat schon als Kind nicht gern gegessen – lange bevor ich vegan wurde.“
Aber letzten Endes ließ ich mich doch überreden und probierte eine kleine Gabel – schließlich hat meine Mutti sich sehr viel Mühe gegeben und lange reflektiert. Meine allererste Reaktion: „Oh mein Gott. Wow! Mutti, her mit dem Rezept! BITTE!“ 

Zutaten für 4 Portionen

  • 5 Gurken (ca. 1 kg)
  • 2 TL Salz
  • 10 Blätter Borretsch
  • 2 Handvoll Dill
  • 200 ml Kokosmilch (hier gelangt ihr zur Nussmilchherstellung)
  • Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  • Gurken waschen, ggf. schälen und raspeln
  • Gurkenraspeln einsalzen, alles gut einmassieren und mindestens 5-6 Stunden (am besten über Nacht) ziehen lassen
  • Wasser der Gurken kräftig ausdrücken
  • Borretsch und Dill waschen und klein schneiden
  • Kräuter, Pfeffer und Kokosmilch mit Gurken vermischen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen

Kulinarisches Fazit

Das fantastische Aroma hat mich total geflasht. Ohne Übertreibung – einer der besten Salate, die ich jemals verzehrt habe! Die riesige Schüssel, die meine Mutti mir präsentierte, habe ich im Alleingang komplett verspeist. Das lieblich-exotische Kokosaroma harmoniert ausgezeichnet mit den eingesalzenen geschmacksintensiven Gurken, während der Pfeffer dem Salat den nötigen Pepp verleiht. Die Kokosmilch verhilft dem Ganzen zu einer frischen sommerlichen Leichtigkeit – kein Vergleich mit dem konventionellen Dressing aus Crème fraîche und Sahne.

Die Gartenkräuter komplettieren das Gesamtwerk und waren ein absoluter Geniestreich meiner Mutti. Mit Borretsch habe ich bisher noch nie gearbeitet. Aber da er immer wild in unserem Permagarten wächst, war es eine grandiose Inspiration ihn zu integrieren, denn er eignet sich absolut perfekt. Mit wenigen einfachen Zutaten zauberte meine Mutti einen phänomenalen Salat und ich bin ihr unendlich dankbar, dass sie mir das Rezept für meine Homepage zur Verfügung gestellt hat 💚.
Noch am gleichen Tag bin ich sofort in den Garten gesprintet, habe mir Gurken eingesalzen und den Salat noch einmal zubereitet.

Probiert den Gurkensalat unbedingt einmal aus. Ich verspreche euch, ihr werdet es nicht bereuen und teilt mir unbedingt euer Feedback in den Kommentaren oder auf Facebook bzw. Instagram mit.

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Comments

  1. Liebe Fanny, ich bin gerade mitten in der Nacht auf das geniale Gurkenrezept gestoßen. Die Geschichte dazu macht es nochmal zu etwas Besonderem! Ich habe bisher vom Borretsch nur die Blüten gegessen, die Blätter pieksen doch??? Oder verliert sich das bei der Verarbeitung?
    Ich freue mich gerade sehr dass ich dich „gefunden“ habe, ganz liebe Grüße, Petra

    1. Hallo Petra, bei den Borretsch verhält es sich wie bei Brennnesseln. Wenn du die Blätter gut wäschst, richtig klein schneidest und im Dressing ziehen lässt, merkst du von den Stacheln nichts mehr. LG Fanny

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