Rotkohl vegan zuckerfrei

Apfelrotkohl: weihnachtliche Kultbeilage als „clegane“ Rezeptinspiration

Fertiger Apfelrotkohl im Glas – ein absolutes No-Go

Es kann wohl als DER omnivore Klassiker schlechthin betrachtet werden: der weihnachtliche Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen in einer deftig-üppigen Sauce. Da bildet auch meine Familie keine Ausnahme. Leider wird gerade bei der Kultbeilage Rotkohl sehr oft zum Glas gegriffen (was auch bei uns früher häufig der Fall war). Ich persönlich konnte mich mit diesen künstlichen, übersüßten und stark aromatisierten Fertigzubereitungen nie anfreunden. Auch der Blick auf die Zutatenlisten, trägt nicht gerade dazu bei, eine Affinität zu diesen Produkten zu entwickeln. In einem 680 g Glas (entspricht ungefähr 4 Portionen) befinden sich sage und schreibe fast 20 Stück Würfelzucker!

Zutatenliste & Nährwerte eines populären Apfelrotkohl-Markenproduktes

Während meine Mutti sich um die Zubereitung des Bratens, der Klöße sowie Sauce kümmerte, bestand mein Part bisher immer in der Herstellung einer Dessertkreation. Seit meiner Umstellung auf vegan allerdings, fertige ich nicht nur mein eigenes Weihnachtsmenü an, sondern liefere auch die Beilage für uns alle in Form des folgenden Apfel-Rotkohlrezeptes, welches ich nicht nur entzuckert, sondern gleichzeitig auch veganisiert habe:

Zutaten für ca. 4 Portionen

  • ½ Rotkrautkopf (ca. 400 g)
  • 1 mittlerer Apfel
  • 1-2 EL Dattelpaste (je nach gewünschter Süße)
  • 1 Zwiebel
  • Abrieb und Saft einer Bio-Orange
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1 EL Apfelessig
  • 3-4 EL Yaconsirup (je nach gewünschter Süße)
  • ca. 100-200 ml Rotkraut-Fond (entsteht beim Andämpfen der TK-Ware) bzw. Wasser bei frischem Rotkraut
  • Gewürze nach Geschmack: Wacholderbeeren, Nelken, Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Zwiebel und Apfel waschen, schälen und würfeln
  • Nelken und Wacholderbeeren in Teesieb verpacken
  • Schale einer Bio-Orange abreiben und Saft auspressen
  • TK-Rotkraut direkt gefroren im Dämpftopf ca. 10-15 min. angaren und Streifen schneiden (frisches Rotkraut putzen, waschen und fein raspeln)
  • Topf mit Öl erhitzen und Zwiebelwürfel, Apfelstückchen sowie Rotkraut andünsten
  • Lorbeerblätter, Nelken, Wacholderbeeren, Salz und Pfeffer zufügen und kurz mitdünsten
  • anschließend Essig, Dattelpaste, Orangenschale sowie Sirup zugeben
  • alles mit Orangensaft und Rotkraut-Fond/ Wasser ablöschen, kurz aufkochen, Hitze reduzieren und Rotkraut ca. 50-70 min. bei geschlossenem Deckel je nach gewünschter Konsistenz köcheln lassen, danach Lorbeerblätter und Teesieb mit Nelken sowie Wacholderbeeren entfernen

Wie ihr seht, verzichtet dieses Rezept komplett auf Kristallzucker und ich garantiere euch: ihr werdet ihn nicht vermissen. Ich verwende TK-Rotkohl aus dem eigenen Garten, den wir während der Saison nach extrem erfolgreicher Ernte eingefrostet haben.

Rotkohl – lecker und gesund

Er gehört der Familie der Brassicaceen (Kreuzblütler) an und enthält eine Vielzahl gesunder Inhaltsstoffe (z.B. die Vitamine C, K, sowie Kalium, Selen, Mangan und sekundäre Pflanzenstoffe wie Phenole, Flavonoide, Ballaststoffe). Unmittelbar nach dem Abernten haben wir den Kohl kurz in Essigwasser blanchiert, um die Farbe zu stabilisieren und anschließend eingefrostet. Ihr könnt natürlich auch frisches Gemüse verwenden. Das funktioniert ebenfalls problemlos. Da ich meinen Rotkohl noch ein wenig al dente mag, lasse ich das Ganze nur ca. 50-60 min. garen. Falls ihr allerdings eine weichere Konsistenz präferiert, könnt ihr ihn auch länger köcheln lassen bis er euren gewünschten Gargrad erreicht. Einen besonders aromatischen Geschmack erhält der Rotkohl, wenn ihr ihn bereits einen Tag vorher zubereitet und kurz vor dem Servieren noch einmal erwärmt. Auch wenn dieses Rezept ein wenig mehr Aufwand erfordert als meine anderen Zubereitungen – ich kann euch versprechen: am Ende absolut lohnenswert! Und schließlich feiert man Weihnachten im Kreis seiner Lieben nur einmal pro Jahr. Da betreibt man den Aufwand doch gern.

Wenn ihr diese Beilage zubereitet, dann freue ich mich wie immer über euer Feedback in den Kommentaren oder auf Facebook – genauso wie über eure Fotos auf Instagram, wo ihr mich gern mit dem Hashtag #fit4fanny verlinken könnt.

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