veganes Dessert Algen

Extravagantes Dessert: vegane Algen-Joghurtcreme

Vorträge mit Verkostung

In meinen Vorträgen, Seminaren und Workshops vermittle ich den Teilnehmern nicht nur theoretische Informationen und Erfahrungen, sondern richte immer noch ein kleines Snack-Buffet zur Verkostung an. So besteht für sie die Möglichkeit sich von der „cleganen“ Ernährung inspirieren zu lassen. Neben einigen etablierten Klassikern wie z.B. meiner „Cascintella“-Creme, dem „Flohzarella“ oder der Frohkostschoki biete ich auch die eine oder andere Neuentwicklung an, die ich dann speziell für die entsprechenden Themengebiete kreiere. Dazu zählt auch die folgende Algen-Joghurtcreme.

Zutaten für 4-5 Portionen

  • 150 g Cashewjoghurt
  • Fleisch einer Kokosnuss
  • 2 Handvoll Mandeln
  • 1 Banane
  • 2 Äpfel
  • 1 Handvoll Erdmandeln
  • 1-2 TL Spirulina
  • 2 Handvoll Maulbeeren
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL Vanille
  • 6 Datteln
  • 1 Handvoll Weintrauben
  • Pfefferminz-Blättchen zur Deko

Zubereitung

  • Fruchtfleisch der Kokosnuss mit starrem Teigschaber oder Ähnlichem herauskratzen
  • Äpfel waschen, entkernen und vierteln
  • Banane schälen und mit Äpfeln, Kokosfleisch, Datteln, Salz, Vanille und Hälfte der Maulbeeren im Hochleistungsmixer pürieren
  • Joghurt in Schüssel mit Fruchtmus mischen
  • Erdmandeln und Mandeln grob zerkleinern (z.B. mit Gefrierbeutel und Nudelholz) und zufügen
  • Spirulina und restliche Maulbeeren zufügen und einarbeiten
  • Algen-Joghurtcreme anrichten und mit Weintrauben sowie Minze dekorieren

Alleskönner Spirulina

Allgemein wird Spirulina zwar als Mikroalge deklariert, doch eigentlich gehört sie zu den Cyanobakterien bzw. Blaualgen. Sie zählt zu den ältesten Lebewesen und Superfoods der Welt und bereits die Azteken wussten ihre Vorzüge und wertvollen Inhaltsstoffe zu schätzen.

Großartige Proteinquelle

Spirulina besteht zu ungefähr 60% aus Proteinen und enthält alle für uns 8 essentiellen Aminosäuren: Phenylalanin, Isoleucin, Tryptophan, Methionin, Leucin, Valin, Lysin und Threonin.

Reich an Chlorophyll

Der Blattfarbstoff der Pflanzen wird nicht umsonst als „grünes Blut“ bezeichnet, denn er ähnelt tatsächlich unserem eigenen roten Blutfarbstoff – dem Hämoglobin. Einziger Unterschied: anstelle von Eisen als Zentralatom liegt hier Magnesium vor. Mit anderen Worten: auch wir können von seinen vielfältigen positiven Effekten profitieren. So wirkt Chlorophyll u.a. blutreinigend, entgiftend, wundheilungsfördernd und aktiviert vor allem das Immunsystem. 

Viele wertvolle Vitamine und Mineralien

An Vitaminen finden wir vor allem das Provitamin A – also β-Carotin. Es unterstützt nicht nur den Sehvorgang, sondern schützt als wichtiges Antioxidans und Radikalfänger unsere Körperzellen vor oxidativem Stress. Somit wirkt es der Zellalterung entgegen.
Auch Vitamin B12 ist vertreten, was für uns allerdings nicht bioverfügbar ist.
Zu guter Letzt finden wir auch noch die Folsäure, die an Wachstums- und Zellteilungsprozessen beteiligt ist und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Mit anderen Worten: sie schärft unsere graue Zellen.
Außerdem ist sie reich an Kalium, Calcium und Magnesium, wodurch die Tätigkeit von Muskeln, Nerven und Herz unterstützt wird.

Regional aus Sachsen-Anhalt

Achtet dabei unbedingt auf Qualität! Auch wenn sich der Name zunächst exotisch anhört, es existieren dennoch ausgezeichnete deutsche Spirulina-Produkte. Mein Pulver stammt z.B. aus unserem Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt von einer Algenfarm in Klötze. Dort wird das Bakterium in einem riesigen Glasröhrensystem kultiviert. Im Sommer war ich dort live vor Ort und habe mir alles angeschaut. Sehr beeindruckend!

Kulinarisches Fazit

veganes Dessert AlgenDie vegane Algen-Joghurtcreme überzeugt durch ihre vielfältigen Aromen. Vor allem die Kombi Kokos-Erdmandeln mit den frischen Obstsorten passt absolut fantastisch. Dabei entpuppt sich die leicht säuerliche Note vom cremigen Cashewjoghurt als perfekter Kontrast zu den lieblich-süßen Früchten. Insgesamt schmeckt das Dessert richtig schön vollmundig, aber gleichzeitig sehr fruchtig. Die zusätzliche Textur der Mandeln und Erdmandeln sorgt für einen wundervollen Crunch. Resultat: ein wahnsinnig spannendes Mundgefühl und komplexes Geschmacksbild. Mit anderen Worten: auch nach mehreren Bissen wird der Verzehr nie langweilig. Übrigens: das Spirulinapulver schmeckt ihr hier nicht heraus. Es dient lediglich der Farbgebung und sorgt für die Extrapower an essentiellen Mikronährstoffen.
Ich musste mich extrem beherrschen, dass ich die Creme nicht komplett im Alleingang verzehre.

Herstellung als Youtube-Videovegane Algencreme YouTube Video

Falls ihr die vegane Algen-Joghurtcreme einmal zubereitet, dann schreibt mir gern euer Feedback in die Kommentare oder via Facebook. Außerdem freue ich mich immer, wenn ihr eure Fotos auf Instagram teilt – gern mit dem Hashtag #fit4fanny.

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